April 17th, 2010 || || permalink
Ich verbringe gerade mein Wochenende damit, mir Dinge durchzulesen, die ich eigentlich nie so genau wissen wollte. Dinge, die man nicht möchte. Je mehr ich lese, und in Statistiken ich wühle, desto größer wird mein Hass und desto größer wird mein Verlangen zu sagen “bringt euch bitte alle gegenseitig mal um!”. Wenn mit mittelalterlichen Methoden gearbeitet wird, sind 39% von manchen Dingen erfolgreich, wo es 75 – 95% sein könnten. Das ist eine Differenz von 36 – 56%! Man verschenkt diese 36-56% Erfolgschancen, halbiert somit also die Chancen auf Erfolg, nimmt dafür *viele* Unannehmlichkeiten und v.a. auch Risiken in Kauf, weil man mit mittelalterlichen hinter-dem-Mond-Methoden arbeitet… Und warum? – Natürlich! Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit… Man wälzt Kosten, Unannehmlichkeiten, und Risiken auf anderen ab. In einem Ausmaß, bei dem ich versucht bin mit dem Kopf mehrfach gegen die Wand zu donnern… Mann!!!
(Nein, ich werde nicht öffentlich erklären, worüber ich so kryptisch schreibe…)
February 14th, 2010 || || permalink
Es gibt so Blogs, die ich mal gerne las, weil sie vor (Wort)Witz nur so strotzten und man sie einfach gut lesen konnten. Manchmal werden die Schreiberinnen dann aber schwanger und zu hormonstrotzenden, emotionsgeladenen Zeitbomben, mit denen man nichts mehr anfangen kann. Aus isses, vorbei all der Wortwitz.
Wenn dann der Prozess des Gebärens hinter sich gelassen wurde, und das kleine Monster auf diesem Planeten wandelt, dreht sich die Welt nur noch um das Kind und man sollte einen großen Bogen um das Blog machen, weil es einfach nur noch peinlich ist. Peinlich, und unglaublich nervig zu lesen. “Uiiii, das Beeebeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee hat Zääääähnchen!” -Putzi-Dutzi-Knuddelfrrrrrrrrz! Da dreht sich mir einfach der Magen um und ich bekomme das Verlangen mich einfach fremd zu schämen.
Wenn dann so eine Blogschreiberin nochmals schwanger ist, -oh mein Gott- Hormonbombe#2. Unglaublich, wie ein Kind einen erwachsenen Menschen ändert: ich will jetzt nicht sagen “aus einem erwachsenen Menschen einen Menschen am Rande des geistigen Abgrunds” macht, denn das denke ich mir nur… *hust* Wenn ich mir dann durchlese, was eine einstige Karrierefrau für Anwandlungen hat (Verpackung einer Kaffeemaschine knutschen, weil ihr Mann ihr die mitgebracht hat), dann muss ich unweigerlich an “die falschen Drogen” denken und frage mich, ob man mit dem Hormoncocktail gleich noch eine Gehirnwäsche inklusive bekommt. Hormonscheuche 2.0
Außerdem, juckt es da draußen wirklich jemanden, ob das “Schnuckelputzi-Dutzi-Knuffffffffffiiiiiii” wirklich gerade zahnt, die ersten 3 Haare auf dem Kopf bekommt, und gerade an Dünnpfiff leidet?! Juckt das jemanden in diesem Universum wirklich? Gibt es da draußen in der Internetz 2.0-Welt vielleicht eine Hausfrauen-und-Mütter-Subkultur, gut versteckt vor Nerds, und sonstwie eher technikaffinen Menschen? Gibt es da draußen vielleicht Websites, die sich ausschließlich um Schnuller, Windeln, Stricksöckchen-für-das-süße-Kleine, um wie-bereite-ich-meinem-Mann-besonders-leckeres-Essen-zu-damit-er-lange-bei-mir-bleibt etc. dreht?! – Und ich bin mir nicht sicher, ob ich je Antworten auf all diese Fragen möchte.
In diesem Sinne: Happy Valentine! ;-P
August 15th, 2008 || || permalink
Es gab irgendwann mal Werbung, die die Frage: “wer ist eigentlich Paul?” beinhaltete. Eine Antwort auf diese Frage habe ich bisher noch nicht gefunden. Paul. Paul ist für mich nichtssagend. Gestatten, Paul Müller. Paul kann in diesem Fall Leichenbestatter sein, oder aber Finanzbeamter. Er kann auch Greenpeace-Aktivist sein und sich ein halbes Jahr an Bäume fesseln, sich dabei einen Bart und Haare bis zum Po wachsen lassen und laut winseln: “Rettet die Welt!”
Paul ist jeder und niemand. Paul ist – einfach Paul. Paul klingt aber genauso bescheuert wie Paulette, Pauline, Paul -das Pferd,… Vielleicht ist Paul schon der Großsvater deines Exfreundes gewesen, und er trägt nicht nur “die Dritten”, sondern auch einen Pullunder in schwarz-grau-kariert, aus Schafwolle gefertigt und Cordhosen. Wenn ich an Pullunder denke, muss ich auch gleich an den ungarischen Hütehund ‘Puli’ denken. Der zottelige Puli ist definitiv auffälliger als Paul(i)…
Ähnlich schlimm wie “Paul” ist “Uwe”. Uwe, der Struwel. Uwe ist für mich ebenfalls ein Inbegriff deutscher Spießbürgerlichkeit. Uwe, oder Hans-Peter, oder Paul(chen), oder Heinz… Da denke ich an müffelige Amtsstuben, an Bierstuben und Stammtische… *brrrrr*
Und wer ist nun eigentlich Paul (Uwe, Hans-Peter, Heinz, …)?