Pass doch auf, du Vogel!

April 9th, 2011 || 2 comments || permalink

Disclaimer: den nachfolgenden Text bitte so lesen, als wäre er von einem Menschen mit knochentrockenem Humor geschrieben, denn diese Annahme ist zutreffend ;-)

Und dann ging ich los. Ich wollte ja nur kurz einkaufen, stellt dann fest, dass es keine vernünftige LSF 50+-Sonnencreme gab, aber div. Müslizeug besorgte ich mir noch, und lieferte das zu Hause in der Wohnung ab. Anschließend nochmal raus, um zum REWE zu laufen – und dann unterwegs dran zu denken, dass der neulich ja auch keine Nivea-Sonnencreme hatte. Also lief ich weiter und zwar nach Würzburg/Innenstadt.  Das ist ‘n Stückchen, und “laufen” ist übertrieben, denn ich schlafwandelte ja den ganzen Tag.

Irgendwann kurz vor Würzburg… Rechts von mir war eine Hecke, als eine Amsel über eben diese Hecke geschossen kam und auf mich zuflog.  Kurz vor der Kollission  mit meinem Kopf zog der Vogel dann glücklicherweise noch hoch und flog wild zeternd weiter. Wenn ich mir jetzt vorstelle, was passiert wäre, wenn der Vogel mit mir kollidiert wäre, und ich an das Ausmaß des Schadens an meinem Kopf denke… Ich mein: so eine Amsel hat ‘nen spitzen Schnabel und sie war schnell! “Wie kamen Sie zu dieser Kopfwunde?” – “Ich wurde von einer Amsel umgeflogen! / Vogelschlag! / In meinem Kopf steckte ein Amselschnabel!”… *knock* *knock* *knock*

Weitergelaufen. Ich wollte erstmal nicht aufs Volksfest, weil ich mir dachte, dass es dort bestimmt zu viele Menschen hat. In Würzburg gelandet und sofort auf der alten Mainbrücke, als mir gefühlt halb Würzburg entgegenschlappte, gedacht: “ok, Samstagnachmittag (bei gutem Wetter) in die Innenstadt zu gehen, war wohl nicht die beste aller Ideen” (ich glaube ich bin noch nie(!) an einem Samstagnachmittag, bei gutem Wetter, nach WÜ/Innenstadt gelaufen, so am Rande angemerkt, und zu meiner eigenen Verteidigung hervorgebracht). Zum Glück gibt’s ja die guten In-Ear-Stöpsel von Sennheiser: Sennheiser CX350 – Scheuklappen für die Ohren.

Müller überfallen, LSF 50+-Sonnencreme bekommen, und Essen erlegt.Zeit und Gelegenheit also, um sich mal in aller Gemütlichkeit auf nach Hause zu machen. Ich wollte mal gucken, ob ich noch ein Schiff zurück nach Hause erwische, aber leider war ich 21 Minuten zu spät, also per pedes  auf den Weg gemacht, nur um festzustellen, dass ich eigentlich zu müde, zu faul, und überhaupt zu schlapp bin. Auf den Bus warten wollte ich aber auch erstmal nicht, und es überkam mich dann das Verlangen nochmal einen Abstecher auf das Volksfest zu machen. Tat ich dann auch.

Auf dem Volksfest erstmal komplett unspektakulär Wellenflug “geflogen”, und anschließend 6 Mal am Stück “Break Dance” mitgefahren. Ich glaube ich habe einen Magen aus Stahl und Nerven wie Drahtseile. Alles um mich herum kreischte, auch einige der Kerle. Ich habe mich sehr amüsiert, bin mir nur nicht sicher, ob es eine gewisse sadistische Schadenfreude war (weil die “coolen” “”Jungs”" und Mädels kreischten wie <Splatter-Vergleiche-hier>), oder ob es der Spaß war, weil ich es einfach genoss meine Zeit so zu “”"verschwenden”"” ;-) Mit jeder Runde, die ich länger mitfuhr, wurde das Grinsen der Fahrgeschäftleute breiter, als ich wieder und wieder Fahrchips aus meiner Tasche zog. Ich glaube sie hielten mich insgeheim für a weng durchgeknallt ;-)

Das “Klientel” heute war jedenfalls interessant: sehr viele “coole” Leute, aber die falsche Sorte “cool”. Typen mit Goldkettchen, Solariumbräune,  Sonnenbrille, Markenklamotten etc. – oh Gott! Die Mädels dazu sahen nicht viel besser aus: Tussies, wie sie im Buche stehen. Tussies mit viel zu knappen Oberteilen, viel zu engen Hosen und zu hochhackigen Stiefeln/Schuhen und Tussi-Handtäschchen – natürlich *laut* quietschend. Mein Gott, was bin ich froh, dass ich nicht “cool” bin. Ich bin nämlich tatsächlich uncool cool und sitze ganz entspannt da drin, gebe keinen Mucks von mir, schließe die Augen, lasse mir die Haare verwuscheln und genieße die wilden Richtungswechsel – auch wenn ich morgen sicherlich überall noch mehr blaue Flecken haben werde (ich war vor ein paar Tagen schonmal im Break Dance und habe seitdem blaue Flecken an den Schultern und den Unterarmen und es tat ein paar Tage lang weh mich irgendwo anzulehnen). Vorteil von diesem “Klientel”: der Mensch, der für die Steuerung des Break Dance verantwortlich ist, dreht voll auf ;-) Ich weiß nicht, wie lange ich mich im Break Dance vergnügte, aber es dürfte wohl schon über 1h gewesen sein ;-) “Demnächst” irgendwann sollte ich dann wohl mal einen Freizeitpark besuchen ;-)

Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass ich der einzige vernünftige Mensch auf diesem Volksfest war, von den Polizisten und den Schaustellbetriebsmitarbeitern und Securitymenschen vielleicht noch abgesehen. Die Amis (?), die sich dann mitten während der Break Dance-Fahrt anfingen auszuziehen, zählte ich jedenfalls definitiv nicht zu den “vernünftigen” Menschen. Wirklich nicht.

Anschließend bin ich dann noch über das Volksfest geschlendert, habe Fotos und mir Gedanken gemacht, und mir so ~45 Minuten um die Ohren geschlagen, bis ich dann von meinem Ex abgeholt werden konnte. Mobiltelefone sind eine unglaublich tolle und praktische Erfindung. ;-) Danach dann noch “30 Rock” geguckt, festgestellt, dass Teile meines Lebens in einer Comedy verfilmt wurden, und Tränen gelacht. – 30 Rock, Staffel 1, “Die Trennung” ;-) 30 Rock kann ich übrigens sehr empfehlen. Am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man dann mal reingekommen ist, sehr lustig, v.a. wenn man selbst mal “im Medienbereich” gearbeitet hat, und weiß, wie die Leute so drauf sind.


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Neuburg vs. Würzburg

March 12th, 2011 || 0 comments || permalink

Ein paar Dinge, die ich an Neuburg wirklich hasse… Ich falle auf, und zwar durch so Kleinigkeiten wie:

  • meine Höhe,
  • meine Kleidungsfarbe (schwarz),
  • meine Art (“intellektueller” und “nerdiger” als der “Durchschnitts-Neuburger”, habe ich den Eindruck)
  • meinen Beziehungsstatus (Single). Ich schiebe weder einen Kinderwagen, noch bin ich “Anhängsel” von irgendeinem Kerl – vermisse ich auch nicht. “Anhängsel” war ich nie, will ich nicht sein, und wollte ich nie sein. Emanzipation, meine lieben Damen!
  • mal abgesehen davon, dass ich kein “oh nein, ich habe 0.1 kg zugenommen, jetzt muss ich hungern”-Hungerhaken-Weibchen bin.
  • “Fickstiefel” trage ich auch nicht. Ich bevorzuge original Reitstiefel so aus dem Reitsportgeschäft und mit niedrigem Absatz.
  • Geschminkt bin ich ca. 1-2 Tage/Jahr, falls überhaupt.
  • Ich trage 08/15-Klamotten, die mir gefallen, und in die ich reinpasse (also oft Männerpullover, weil ich zu lange Arme habe und Jeans, weil die Damenlanggrößen u.u. auch noch zu kurz sind – ich passe einfach oft nicht in Frauenkleidung, aber falls das nächste Hochwasser kommt, kann ich das mit der Damenkleidung mal ausprobieren.)

Das Auffallen an sich wäre noch nichtmal *so* schlimm, aber…

Abgesehen davon, finde ich, dass Neuburg ein paar gravierende Nachteile hat:

  • die “Männer”welt. Ich stehe einfach nicht auf Muskelprotze, die solariumgebräunt sind und vor lauter Coolness nur so strotzen. Danke, nein.
  • Prolls. Ich stehe nicht auf Leute (Männlein oder Weiblein ist hierbei egal), die es nötig haben, sich durch Tonnen an Schminke, “Fickstiefel”, Solarium-Dauerabo-Bräune, Auto und Goldkettchen zu definieren und die nichtmal in Ansätzen in der Lage sind einen halbwegs verständlichen und grammatikalisch korrekten Satz zu formulieren. Wirklich nicht.

Ein paar coole (wirklich coole/nette) Neuburg gibt’s aber zum Glück. Z.B. Anna + Ronny, Ute Patel-Missfeldt +Prof. Dr. Vallabhbhai Patel, …

Was ich dagegen in Würzburg vermisse:

  • die Landschaft (Seen, Altmühltal, Donaumoos, viele Wälder)
  • die Ruhe und den vielen Platz, den ich hier in Neuburg habe.
  • historische Feste/Märkte, wie z.B. das Schlossfest

Scheißtag

March 12th, 2011 || 0 comments || permalink

Zu spät ins Bett gegangen, und dem zu folge zu spät aufgestanden. Als ich dann irgendwann mal aus dem Bett gekrochen kam, schlafwandelte ich erstmal vom Bad an den Rechner, wo ich dann auch erstmal a weng angegiftet wurde, für Zeug, für das ich nichts kann.

Ich habe mich dann erstmal etwas zerknittert an den Frühstückstisch gesetzt, und diese mir-inzwischen-zum-Hals-heraushängende Sandwich-mit-weichem-Belag-Sch… gegessen. Das mit dem Essen war nicht so einfach, denn es hat dann – ziemlich genau 5 vor 12 – laut in meinem Mund gekracht. Ich hatte so einen Verdacht, wo dieses Krachen herkam, und mal besser nicht geschluckt. Richtig, das Krachen kam von einer meiner provisorischen Kronen. Ich habe 7 Teile gezählt, und weiter in den Überresten des Sandwiches wollte ich dann nicht wühlen.

Zahnarzt-Notdienst gerade noch erwischt und mich dann dorthin fahren lassen. Neue provisorische Krone basteln lassen, die dann hoffentlich bis Dienstag (nächster Zahnarzttermin!) hält. Vergangenen Dienstag war ich schonmal beim Notfall-Zahnarzt, aber in einer anderen Stadt, denn mir fiel vergangenen Dienstag die andere prov. Krone runter. Super.

Nachdem ich dann mein Frühstück – mit neuer prov. Krone – endlich vollendet habe, habe ich mich der neu bestellten Hardware zugewandt: ein Printserver. Man sollte meinen, dass das mit dem “Drucker an USB-Port, Netzwerkkabel in entsprechenden Anschluss, und Stromkabel in entsprechenden Anschluss, Stromstecker in Steckdose” nicht so schwierig sein sollte. Sollte man meinen. Technisch betrachtet ist es auch nicht schwierig, aber ich habe die Rechnung ohne defekte (? – ich gehe davon aus-) Hard- und/oder Software gemacht. Nach ca. 2h habe ich entnervt aufgegeben. Windows, Linux, unterschiedliche Rechner: keiner kann drucken, Windows erkennt immerhin “da ist ein Printserver”. Der Printserver sollte – laut Doku- ein Webinterface haben – hat er nicht. Außerdem sollte er mit LPD/lp1 funktionieren – tut er nicht. Einzig und allein der Port 111 ist offen: rpcbind. Pingen kann man ihn. Der angeschlossene Drucker wird laut Kombatibilitätsliste unterstützt.  Egal, was ich tue… Drucken, drucken tut er nicht und es ist eindeutig “das richtige Gerät” (also kein Netzwerkfuckup). Reset, mehrere Std. ohne Strom, … nix hilft. Ist doch zum Kotzen. “Zurück an Absender”.

Nachdem ich genervt und frustriert aufgegeben habe mit diesem Gerät zu spielen, bin ich erstmal nach Ingolstadt. In dieser Stadt war die Hölle los. Kaum scheint die Sonne und das grau-in-grau ist vorüber, kriechen die Leute wohl aus ihren Höhlen. Vor lauter Frühlingsgefühlen oder-was-auch-immer hat mich dann wohl einer übersehen und kam dann nur noch so ca. 50 cm vor mir mit einer Vollbremsung zum Stehen. Immerhin kam er zum Stehen…

… Ich habe echt das dringende Verlangen mich in meinem Bett zu verstecken… Besser nicht, sonst bricht noch der Lattenrost durch oder so (nicht, dass ich so schwer wäre) — bei diesem Tag weiß man ja nie, und kann nur noch mit dem Schlimmsten rechnen…

Wenn  ich die Kronen drin habe, die Scheiße[tm] verheilt ist und mein Zahnfleisch sich nicht mehr anfühlt, als würde irgendwas kleines, fieses drin hausen, hämmern und ziepen, werde ich erstmal ein schönes, großes, saftiges Steak essen. Nach ~3.5 Wochen kompletter Fleischabstinenz muss das drin sein.

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