Tag 3,4,5

August 5th, 2009 || 0 comments || permalink

Tag 3: unspektakulär. Sattel + Aheadvorbau gekauft und aufs Rad bauen lassen, bisschen durch die Gegend gefahren um Erledigungen hinter mich zu bringen.

Tag 4: nervig. Der Tag, an dem ich Rennradventile (aka: franz. Ventil, Schlauchreifenventil, Prestaventil, Sclaverandventil) hassen lernte. Merke: in der Theorie sollte meine Luftpumpe diese Ventile aufpumpen können, in der Praxis aber nicht, auch nicht mit Autoventil-auf-Rennradventiladapter. Wenn man dann zu einer Tankstelle fährt, muss man Glück haben, dass diese Tankstelle ein altmodisches Luftdruckmesserdingens hat, und mit festgehaltenem Adapter kann man dann *vorsichtig* die Luft in den Reifen bekommen. Spaß sieht anders aus. Junge, Junge…

Teufelshörnchen fürs Rad habe ich noch gekauft, eine Halterung für mein bestehendes Cateye-Licht ebenfalls… Ein Adapterkit/M0ntageset für ein SKS Schockboard habe ich bestellt, ebenfalls einen Halter für die hintere Batterieleuchte… Ja, nun – sollte nächste Woche dann kommen.

Ansonsten noch div. Kleinscheiß bei div. Läden gekauft, abgeholt etc. und mich gewundert, dass ich 2 mal von älteren Herren angequatscht wurde, die mich beim vergeblichen Versuch Luft mit Luftpumpe durch dieses sch… Rennradventil zu bekommen, gesehen haben. –> Häh? Seit wann reden die Leute mit mir?

Nachdem ich dann endlich diesen ganzen nervigen Kleinscheiß erledigt hatte, wollte ich endlich dazu kommen tatsächlich mal Rad zu fahren. So an einem Stück eine etwas längere Strecke zurücklegen und so… Irgendwann bei km 25 und ca. 10 km auf unbefestigtem Weg merkte ich “Geklappere” und “schleifen”. “Scheiße!!!”, dachte ich, und versuchte zu orten wo das Geräusch herkam. Vorderreifen. Federgabel sofort auf “close” gestellt, und nochmal geguckt – immer noch vorhandenes Geräusch. Bremsen sind es nicht. Grasbüschel, Äste oder sonstiger Naturkram hängen auch nirgends… – Der Speichenreflektor wars: hat sich gelöst und schäpperte. Metall auf Metall. Aufatmen.

Alles in allem so ~33 km an diesem Tag gefahren. Junge, ist das anstrengend auf unbefestigten Wegen zu fahren, v.a. wenn es Gras ist… *ächz* *stöhn* Und ich dachte, ich sei halbwegs trainiert, wenn ich am Mainradweg entlang 60km-Runden in 2:20h nach der Arbeit fahren kann. Pfffffffffffffffffffff. Untrainiert du bist, junger Jedi. Du noch viel trainieren musst, junger Jedi.

Tag 5: Pause. Muskelkater. Leichter Schnupfen. – Beides sollte morgen wieder vorbei sein. Heute feste vorgenommen nichts Anstrengendes zu machen: Regenerationstag.  Ich will nicht enden wie meine Eltern und mein Freund: schnupfend, hustend und sich-matschig-fühlend – Immerhin weiß ich, wie man “Regenerationstag” schreibt, auch wenn ich es nicht gerne einhalte… Max. schwimmen (was dann auch gestrichen wurde), und leichtes Spazieren gehen.Noch Kleinscheiß in ‘nem anderen Laden kaufen müssen, diesmal für mich, und nicht fürs MTB ;-)

Das MTB hat dafür endlich seine Teufelshörnchen verpasst bekommen, die Halterung für das Licht ist auch montiert und ein schickes (darüber kann man streiten) neonoranges Leuchtband ziert die Sattelstütze. Mattschwarzes Bike mit weißer Schrift und ein paar wenigen silbrigen Teilen – und ein neonoranges Band. – Yai! Ein neongrünes Leuchtband sähe zwar noch schicker aus, aber grün signalisiert “ok”, und es ist definitiv nicht ok, wenn ein Autofahrer über mich drüberrollen möchte. Nee, nee, böser Autofahrer – STOPP! Nicht mich überrollen! ;-)

Nachdem ich auch mal noch den Kabavorrat (welcher Vorrat? Wir hatten keinen Kaba, der diesen Namen verdient hätte, sondern nur Pulver, das seine Farbe schon ziemlich verloren hatte.) aufgefüllt habe, indem ich einen Drogeriemarkt überfallen habe, wunderte ich mich erstmal. Wundern deshalb, weil mir, als ich den Laden betreten wollte, ein junger Kerl, vielleicht so 19-25 (Alter schätzen und ich, das geht nicht gut!) zunickte und mich anlächelte. Abermals fragte ich mich “Huh? Seit wann …?” – Seit wann wechseln die Leute nicht die Straßenseite, wenn ich wo langlaufe, sondern lächeln mich an? Was ist jetzt kaputt gegangen im Universum?

Auf diese Frage habe ich nach wie vor keine Antwort und ich fuhr zu einem der vielen Seen, las im Buch weiter, und sonnte mich etwas… ;-)

Tag 1: Leihrad

August 1st, 2009 || 0 comments || permalink

Nachdem ich gestern dann erschossen ins Bett viel, schlief wie ein Stein, und heute morgen gegen 08:30 (Hilfe!) relativ erholt aufwachte, hibbelte ich mal wieder ein wenig herum – schon lange nicht mehr gehabt ;-) Gegen 10:30 gingen wir dann zum Fahrradhändler.

Ich wollte mir ein MTB für den Urlaub leihen um die Wälder hier voll ausnutzen zu können – und mit einem Cityrad kann man das dann doch eher nicht. Also rief und schrieb ich vor ca. 2 Monaten alle mir bekannten Fahrradhändler hier in der Gegend an, um zu erfragen, ob sie denn MTBs ausleihen. Bei einem Händler, Zweirad Behr, wurde ich fündig: gebrauchte Räder können ausgeliehen werden. Am Mittwoch nochmals angerufen und gemeint “ich komme dann am Samstag vorbei, hätte gerne ein Rad für 2 Wochen”, und heute “mein” Rad ausgesucht und abgeholt. Vor ~4 Wochen war ich schonmal beim Fahrradhändler gewesen und hatte ein MTB ins Auge gefasst, das schick aussah (schwarzer Rahmen, weiße Aufschrift, rote Magura-Bremsen), von der Größe her passen sollte – aber leider die Kette hin- und hersprang…

Das Rad, welches ich mir aussuchte, ist ein Stevens S4 Comp – gleich nach dem Einstellen dann zum Einkaufen gefahren – zumindest war das der Plan. Ein Stevens S4 Comp ist ein relativ leichtes MTB (12.9 kg), dank Aluminiumrahmen – schick sieht es auch aus: Magnesium + schwarz. Es besitzt auch eine Federgabel mit Lockout – sehr gut, wenn ich dann mal Straße fahren will. Waldtaugliches Profil haben die Reifen, allerdings nicht solche “Bollwerke”, wie ich sie eine längere Zeit in Würzburg fuhr: “mein” (vielleicht kaufe ich es tatsächlich) Stevens hat Continental Vapor-Mäntel, in Würzburg fuhr ich Continental Gravity + Diesel.

Erstmal in die Apotheke und Teil #1 des Einkaufs erledigt. Nicht nur Handcreme, Zahnpasta und Labello bekommen, nein – die Verkäuferin schenkte mir noch 2 Probepackungen “intensiv abschwellende Augenpflegecreme” – meine Gedanken gingen in Richtung: “ich muss noch mehr aussehen wie ein Zombie, als ich ahnte”. Zielsicher fand ich natürlich danach erstmal einen Flohmarkt mit gefühlten 5000 Menschen – Bremsentests inklusive ;-) Die Bremsen stellten sich als sehr gut eingestellt und gut funktionierend heraus – und alle Leute leben noch ;-) Anschließend gings dann gleich mal Einkaufen, wo ich prompt den nächsten Menschenmassen begegnete. Etwas entnervt fuhr ich dann in den Wald, immerhin fahre ich ja ein MTB und ich war schon sooooooooooooooooooooo ewig nicht mehr im Wald mit einem MTB… Ich konnte es mir also nicht verkneifen mal das Rad auf Herz und Nieren zu testen…  Dank meines unglaublichen Talents fand ich die nächste Menschenansammlung, diesmal in Form von einem Zeltlager ^^ Ich zwang mich also dazu durchs Zeltlager zu fahren und mich durch die Jugendlichen nicht verunsichern zu lassen und dann ab durch die Mitte. Schlammlöcher und umgefallene Baumstämme quer über den Weg wurden schnell gefunden, die ersten Flüche ausgestoßen, und weitergefahren. Meine Begeisterung, was das MTB angeht, wuchs noch weiter. Die Schaltung reagiert sehr schnell und präzise, und es macht Spaß über Waldwege zu brettern :-) 5 Minuten später waren das Rad und ich ein klein wenig verdreckter (Marke: Wildsaufrischling), ich verschwitzter, und glücklicher. Meine Gedanken tendierten zu “das wird kein Urlaub, das wird ein Trainingslager”, immerhin will ich ja nicht nur MTB fahren, sondern auch Schwimmen und Walken. Die letzten paar hundert Meter bis zum Haus meiner Eltern waren dann schnell gefahren.

Dort saß dann erstmal mein Dad und meinte “es gibt Neuigkeiten” und zwar bzgl. meines Autos. Am Mi. kam die Hiobsbotschaft “dein Auto wird abgewrackt”, was mich erstmal massiv auf die Palme trieb, und veranlasste am Do. dann zum A.T.U. zu fahren und einen “Komplettcheck” (wie zur Vorbereitung zum TÜV) durchführen zu lassen. Resultat: “es macht noch keinen Sinn das Auto abzuwracken” kam vom Meister und vom Mechaniker. Die Bremsschläuche müssen ausgewechselt werden, der Rest kann bleiben, durch den nächsten TÜV+HU kommt das Auto problemlos. Gut, Zweitmeinung musste her – mein Vater fuhr also heute mein Auto zum VW-Händler vor Ort. “Die Bremsschläuche müssen ausgetauscht werden und es macht keinen Sinn dieses Auto abzuwracken – es ist viel zu gut in Schuss”. Mein Auto darf bleiben, der Urlaub und die Stimmung ist gerettet ;-)

Nachmittags gings dann nochmal aufs MTB: an der Donau entlang durch den Wald und an Seen, wo ich dann eine Pause machte, und die Füße ins kühle (nur am Anfang) Nass streckte. Die Einsamkeit war toll, wurde allerdings dann irgendwann leider gestört: 2 Frauen mit Hund. Hund wurde natürlich ins Wasser geschickt und ich solle aufpassen, dass ich nicht nassgespritzt werde, wenn der Hund aus dem Wasser kommt und sich schüttelt. Ich fragte mich dann schon, wieso *ich*, die a) länger da war, b) als erste da war, aufpassen soll, wenn die Frauen c) den Hund (der zugegebenermaßen niedlich war, ein (junger?) Beagle oder so) ins Wasser schickten, obwohl da jemand war usw… Äh – hallo??? Die Fische, Frösche und Libellen waren mir definitiv lieber…

Abends gings dann ins Kino. Ice Age 3. Netter Film.  Anschließend wollten wir noch aufs Volksfest, was uns aber hinderte war ein Mangel an Parkplätzen. Nun ja, kein Volksfest… Aber nun früüüüüüüüüüüüüh schlafen. *gähn*

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