Wegwerfelektronik

August 22nd, 2011 || 11 comments || permalink

Mal wieder ein Eintrag aus der Kategorie: “öfters mal gepflegt abkotzen”. Anlass: Ich mag Smartphones nicht.

OK, gut, ich mag Smartphones, aber ich mag das Drumherum nicht, v.a. wenn es um Apple-Produkte geht. Alle Nase lang wirft Apple ein neues iPhone auf den Markt, und alle stürzen sich darauf. Das “alte” Gerät (manchmal ist’s tatsächlich sogar schon ein (in Zahlen: 1) Jahr alt) wird entsorgt, verkauft oder an den ungeliebten 14-jährigen Cousin verschenkt. Kurz: das Gerät wird abgeschoben. Man will ja das Image des “hippen Trendsters”, der immer die neuesten Gadgets besitzt und jeden Hype mitmacht, aufrecht erhalten. Is’ scho’ klar, dass man da natürlich quasi jedes Jahr ein neues Smartphone braucht. Ich will jetzt nicht nur auf Apple herumreiten, Samsung und Co. mit den unüberschaubaren Produktpaletten sind da nicht wesentlich besser. Und dann alle Nase lang irgendein unausgegorenes Stück Software “mit neuen Features” nachschieben.

Technisch unausgereifte Soft- und Hardware wird live und in Farbe am Kunden erprobt, bis dieser so lange jammert und nölt, bis die Entwickler sich erbarmen, die Bugs beseitigen und manchmal sogar tatsächlich neue Features nachliefern. Is’ doch Klasse: ein Konzern spart sich Tests (Usability z.B.), Kundenbefragungen usw. und ‘ne ganze Horde von Leuten stürzt sich drauf. Klasse, wenn Marketing so gut funktioniert. Aber gut, wir leben ja in einer “schnellen” Gesellschaft (mir würden an dieser Stelle viele, viel treffendere Worte, die die Gesellschaft beschreiben, einfallen) und dieses Konsumverhalten ist nur ein Ausdruck unserer Einstellung der Welt gegenüber: bei Gefallen konsumieren. Wenn’s nicht (mehr) gefällt oder (zu) unbequem ist oder oder oder, wird’s abgeschoben, entsorgt. Trifft nicht nur auf den Konsum von Geräten, sondern auch von Beziehungen aller Art zu. – Dämliche Oberflächlichkeit.

Amazon Kindle & Bahn

August 20th, 2011 || 0 comments || permalink

oder: wieso ich dieses Ding liebe :-)

Wie der geneigte Leser dieses Blogs vielleicht schon bemerkt haben könnte reise ich öfters auch und gerade mit der Deutschen Bahn. Wenn ich nicht ohnehin mit dem Auto zum HBF fahre, und mit dem Auto abgeholt werden kann, habe ich nur die folgenden Möglichkeiten zum/vom HBF zu meiner Wohnung zu kommen:

  • mit dem Bus (über den Würzburger Nahverkehr habe ich mich ja schon öfters ausgelassen)
  • zu Fuß (~7.5 km einfach – nicht immer eine Option – ich denke hierbei an “Winter”, “früh dunkel”, “kalt”, “Regen”, “Schnee”, “schweres/zuviel Gepäck”)
  • Taxi (teuer)
  • zu Fuß + “näher gelegener Bahnhof” -> weniger weit laufen

Um immer die optimale Lösung für das ganze Gegondele zur Hand zu haben, ohne immer ein Laptop mitnehmen zu müssen, habe ich jetzt DIE Lösung für mich entdeckt: meinen Kindle verwenden und mir mehrere “persönliche Fahrpläne” auf eben diesen Kindle schicken lassen. Funktionierte angenehm schmerzfrei, schnell und zuverlässig. Gut lesbar sind die PDFs, die mir die Bahn da zugesendet hat, ebenfalls. Den Busfahrplan habe ich mir ebenso auf den Kindle geschickt: PDF-Format, gut lesbar. Auch nett: Mein Handy kann Handy-Tickets empfangen (und bestellen), Datenflatrate habe ich auch drauf. Da ich BahnCard-Inhaber bin, bin ich berechtigt bei Strecken über 100 km (also meistens) bei teilnehmenden Städten einmal am Tagkostenlos den ÖPNV zu nutzen um ans Ziel zu kommen. Wenn ich mal spontan nach Hause gondle, dann nutze ich eh das Bayernticket und da ist die kostenlose Nutzung des ÖPNV vorgesehen. Prima. :-)

Bin ich jetzt cool, trendig, steinalt, oder was?!

April 5th, 2011 || 0 comments || permalink

Das letzte mal, als ich sie ausprobierte, waren unsere beiden C64er, mit Original-Hardware aus den 80ern, noch funktionsfähig, ebenso der VC20. Und Spiele habe ich auch noch, auf 5.25″-Floppydisks, und auch auf Kassetten. Alles so original mit grünem Röhrenmonitor in arg flimmernd. – Bin ich jetzt cool oder einfach steinalt? :) (Ja, ich saß bereits mit 3 oder 4 Jahren vor einem Rechner, danke der Nachfrage. Ja, ich konnte meine Spiele früher selbst starten. – Bevor ich in die Schule kam / wirklich lesen konnte. LOAD … blablabla. Ja, danke, es geht mir gut.)

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