Weihnachtsstatistik und Adventskalender für Tiere

November 9th, 2011 || 0 comments || permalink

Gestern Morgen im Radio gehört, dass die Galeria Kaufhof eine Umfrage durchführen ließ, was sich die Deutschen zu Weihnachten dieses Jahr wünschen. Die Liste überrascht:

  1. Gesundheit
  2. Frieden
  3. Nichts (Spezielles)
  4. Auto
  5. Harmonie

Eine Studie, zum gleichen Thema, die auch interessant ist, ist diese hier.

Und wenn wir gerade bei Weihnachten sind: seit heute weiß ich, dass es auch Adventskalender für Tiere gibt. In was für einer Gesellschaft leben wir eigentlich, wenn es Menschen gibt, die am Rande des Existenzminimum leben müssen, und es gleichzeitig Adventskalender für Tiere gibt?!

Diese Kalender gibt es – einer Googlesuche nach zu urteilen – schon ein paar Jahre, d.h. es muss also einen Markt dafür geben. Angebot und Nachfrage und so Dinge. Dass dieses Angebot entwickelt wurde, kann man sehen wie man will, aber dass es Menschen gibt, die durch die Nachfrage dazu führen, dass es nicht ausstirbt, finde ich – diplomatisch gesprochen – höchst bedenklich.

Vielleicht sollten diese Leute sich mal überlegen, was man statt Geld in einen Leckerli-Kalender für Tiere zu investieren, mit eben diesem Geld noch anstellen könnte. Mal abgesehen davon, dass die Verpackung, gemessen am Inhalt solcher Kalender, in keinem guten Verhältnis steht: viel Müll, wenig Inhalt.

Aber immerhin geht’s hier ja um Fluffi-Hutzi-Gutzi-von-der-wohlgeborenen-Hündin-Madame-von-Trutzingen. Modehund-2011-oder-wann-er-angeschafft-wurde! DEM muss man doch eine Freude zur Vorweihnachtszeit machen, und natürlich erst recht zu Weihnachten! Hach, dieses Hundemäntelchen mit Leopardenmuster aus dem Katalog! Hach! Er wird so glänzende Augen vor Freude haben, wenn er die sieht! – Setzen, Sechs. Es ist immer noch ein Hund (oder eine Katze, oder ein Hamster, Meerschwein, oder was auch immer), kein Mensch. Ob das Leckerlie aus der 250 g-Packung Lekkerlies kommt, oder aus ‘nem ollen Adventskalender ist ihm sowas von egal und zum Thema Jäckchen: ich empfehle weniger Besuche beim Hundefriseur, dann wächst ihm ein Fell und er friert im Winter auch nicht.

Ich ordne diese Adventskalender für Tiere-Aktion in die selbe Schublade wie Hunde-Yoga/Doga ein: dämlich, überflüssig, Ressourcenverschwendung in vielerlei Hinsicht, garantiert für hippe und etwas [beliebig-abfälliges-Wort-deiner-Wahl-hier-einfügen] Großsstädter gemacht.

Dog Yoga, kurz Doga – oder: Leroy

August 25th, 2011 || 7 comments || permalink


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*klick mich*

Mir hat’s echt die Sprache verschlagen. Ich sitze wie ein paralysiertes Kaninchen vor meinem Rechner, starre ungläubig auf den Monitor und  schwanke zwischen: “Facepalm”, “Kopf->Wand”, “laut schreien müssen”, “heimlich still und leise in eine Ecke setzen, fremdschämen, leiden und leise heulen”, “auf einen anderen Planeten auswandern und das Mensch-sein leugnen”. Tatsächlich jedoch sitze ich einfach nur da. Ich sitze da, starre meinen Monitor an, und denke: nichts. Kein Gedanke, von denen es bis vor Kurzem noch in meinem Kopf wimmelte, schafft es bis zu meinem Bewusstsein vorzudringen. Der Schock. Es wird mir sicher bald wieder besser gehen. Dann, wenn die Verdrängungsmechanismen greifen…

Ich fügte meiner Anforderungen-an-(m)einen-Mann-Liste hinzu:

  • darf  NIE an einem Yoga-Kurs zusammen mit seinem Hund teilnehmen oder teilgenommen haben.

Demnächst fangen sie an ihren Haustieren Motivations-/Selbsthilfe-/Selbstvertrauens-/Bewustwerdungsbücher vorzulesen. Ich kann mir das bildlich vorstellen. Ach, was rede ich da? – Ich habe einen ganzen Comic dazu im Kopf, oder alterantiv einen Animationsfilm…

“Glaub an dich, Leeeeeeeroy! Du bist ein ganz wunderbarerer, wunderschöner, liebenswerter Hund mit der Seele eines Engels und dem Herzen eines Löwens. Du musst nur an dich glauben!”, säuselte die blondierte Mary mit hohem Piepsstimmchen zu ihrem ebenso blonden Schoßhündchen, dessen Fell regelmäßig bei einem Hundefriseur zurechtgestutzt wird, und der eine wilde, aber gepflegte – an einen Löwen erinnernde – Wuschelmähne trägt. Zusätzlich zu seiner Löwenmähne trägt Leroy ein rosarotes Halsband, passend zum Outfit (und dem Nagellack) seiner Besitzerin. Natürlich ist es auch mit edlen Swarovski-Kristallen verziert. An der ebenso rosanen Leine aus edlem, hochglänzenden Lack sind nicht nur weitere Kristalle angeordnet, sondern auch der Name für jeden gut sichtbar lesbar. “Trägt Hund jetzt so in New York. Der neueste Schrei, der heißeste Fummel für den Hund” – sagt die Glamourzeitschrift, in die rosa-Fingernägel-Mary regelmäßig reinguckt.

Mary will schließlich hip&trendy sein, denn Mary ist Single. Tief im Inneren hofft Mary auf einen hübschen, attraktiven, hochangesehenen, reichen Ken-äh-Arzt-äh-Mann, der mit ihr in ein wunderschönes Märchenschloss – oder notfalls tut’s auch die Billigversion: eine Villa in einem angesagten Viertel, dort wo die anderen hippen und trendigen Marys alle leben – zieht, wo sie dann mit ihrem Hund, und den Kindern glücklich und zufrieden bis zu ihrem Lebensende leben wird.

Leroy wird irgendwann natürlich im rieeeeeeesengroßen Garten in den extra eingerichteten Tierfriedhof (so richtig schick: mit weißen Grabsteinen!) nach einem tränenreichen Abschied von der Familie verabschiedet. Die Kinder, der Mann und Mary: sie alle werden schwarz tragen. Sie; im edlen Kleid, er; im maßgeschneiderten Anzug, die Kinder in ebensolch exquisiter Kleidung. – Hach – schmacht! Herz, was willst du mehr?

Dort liegt er nun, der arme Leroy, der trotz Erleuchtung durch Hundeyoga – pardon: Doga – so jung von uns gehen musste. Aber er ist ja erleuchtet, der Kleine, er kommt jetzt sicher in den Hundehimmel, wo all die anderen fröhlichen Hunde hinkommen, die die Erleuchtung durch Doga erfuhren. Als was er wohl im nächsten Leben wiedergeboren wird?

 

In diesem Sinne befolge ich nun den Rad meines großen Lehrmeisters namens Yoda (mein verstorbener Hamster): “Mehr schlafen, du musst, junger Padawan. Schlaf ist gut für Geist. Schlaf ist gut für Körper.” Und morgen fange ich an ein Buch zu schreiben: “Was wir von Hamstern lernen können”, aus der Reihe: Tierweisheiten

Würzburger Verkehr

December 21st, 2010 || 0 comments || permalink

Ich hab’ heute Morgen 45 Minuten in die Arbeit gebraucht, bin kurz nach 06:30 losgefahren (also zu einer Zeit, die normalerweise noch staufrei ist, und zu der man es normalerweise in 8 Minuten bis hierher schafft,  jedoch nicht heute… ). Anmerkung der Redaktion: es handelt sich bei der Strecke um eine solche, die wahnsinnige 7 km. Bei den 7 km hat man als “Herausforderungen” zu bewältigen: 1 Brücke über den Main und die Bundesstraße, 1 “Berg” (Höhenunterschied, geschätzt: 100-150 m? – über ~1.5-2km verteilt), 1 Bundesstraße, 1 Staatsstraße, 1 Ortsdurchfahrt, 4 Ampeln…

Die Autos vor mir sind um die Kurven gerutscht, die Straßen sind ÜBERALL KOMPLETT ungeräumt/ungesalzen/ungesplittet/ungesonstwas! …  Der Galgenberg (hoch an die Uni) ist nicht mehr passierbar. Hier hoch (Geisberg) zu fahren ist nur SEHR SCHWER möglich. Im Landkreis Mainspessart (und im westlichen Landkreis von WÜ, wusste der Radiosprecher zu berichten) wurde der Busverkehr eingestellt. Auf der WVV-Website steht dazu natürlich nix…

Ich HASSE!!! diese Verkehrsscheisse hier so dermaßen, das kann sich keiner vorstellen! Sind die denn alle mit Sommerreifen unterwegs und kriegen Panikattacken, wenn Schnee vom Himmel fällt?! Oder wie erklärt man sich diesen Scheiss hier sonst so?!???!!!?!??? – Ich verstehe einfach nicht, wie man es schafft so dermaßen den Verkehr zum Erliegen zu bekommen, nur weil es a weng Schnee auf den Straßen hat (und Schnee vom himmel fällt).

So schlecht KANN/DARF man nicht Autofahren UND den Führerschein besitzen. Verdammte Axt, ich bin “Flachlandtiroler”, dort, wo ich herkomme, sind die nächsten Hügel ca. 20 km entfernt, und man kann dafür in eine Richtung fahren und hat ~50 km Ebene, und danach kommt Augsburg – und erst dahinter fängt das Voralpenland an. Wenn jemand Probleme mit der Kombination “Schnee” und “Hügel” und “glatt” haben sollte, dann sollten es keine Leute mit den Kennzeichen WÜ, TBB, KT, MSP sein, denn diese sollten eigentlich ausreichend an ihre Hügel (und Schnee, und Eis etc.) gewöhnt sein. Alle bekloppt, oder was?!!!

Ich glaub’ ich kauf’ mir jetzt ein Pferd, und reite jeden Morgen in die Arbeit (und wieder zurück). Da bin ich schneller!

Where Am I?

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