DISCLAIMER: Ich bin weder Psychologe/Psychiater/Neurologe, noch Arzt, und persönlich hatte ich noch nie mit akut betroffenen Menschen zu tun. Dieses Wissen hier ist rein theoretisch. Anwendung auf eigene Gefahr.
Heute aus den Logs:
“wie spreche ich mit bulimieerkrankten”
- Eine persönliche Bindung aufbauen oder eine bestehende versuchen zu stärken.
- Sich über das Krankheitsbild informieren (z.B. hier, hier, hier, oder hier)
- Reden, zuhören. Aber zu nichts drängen.
- Auf die Signale des Gegenübers achten.
- Generell dürfte wohl vermutlich das SET-Prinzip anzuwenden sein (S = Support, E = Empathy, T = Truth)
- Den Betroffenen (wenn dieser “stabil” ist) direkt mit seiner Krankheit und den damit verbundenen Konsequenzen konfrontieren.
- Immer im Hinterkopf behalten, dass die Stimmung des Betroffenen jederzeit kippen kann. Versuchen Ruhe zu bewahren, egal was kommt und in akuten Krisensituationen sich selbst oder dem Betroffenen Hilfe holen (z.B. Telefonseelsorge). Sollte eine aktue Selbstgefährdung des Betroffenen (= suizidiale Tendenzen, bzw. Selbstmordankündigungen) vorliegen, kann man sich an die nächste Klinik wenden.
- Generell: vorsichtig vorgehen. Bulimie ist oftmals nur ein oberflächliches Symptom für tieferliegende Probleme.
- Potentiell gefährliche Gegenstände (Scheren, Messer, Feuerzeuge, Alkohol, etc.) in Akutsituationen möglichst von der Nähe des Betroffenen fernhalten.
- “Bulimie ist behandelbar.” Es besteht Hoffnung, wenn man sich an einen Arzt des Vertrauens wendet. Das sollte man auch dem Betroffenen klarmachen.