Bevor der 1. April ist, und dieser Artikel nun vielleicht für nen Aprilscherz gehalten wird, das Aprilthema “vorzeitig”.
Eigentlich wollte ich dieses Thema ursprünglich mal im Oktober 2011 aufgreifen, aber das Thema, welches ich für April vorgesehen hatte, passt besser “woanders” hin. Deswegen heißt es nun im April: “eure Meinung zu Religion, eure (Lebens)philosophie oder Meinung zu Philosophie, Glauben, Spiritualität usw. ” – Frau ist ja nicht neugierig, und ist deswegen mal überhaupt nicht gespannt auf die Beiträge (falls denn welche kommen). Für mich wird’s eine echte Herausforderung über dieses Thema zu schreiben.
Tja, jetzt könnte ich viel schreiben. Einen kleinen Ausschnitt zum Thema “Krise” gibt’s ja schon hier. Ich denke, dass ich die schlimmste, oder eine der schlimmsten Krisen meines Lebens letztes Jahr hatte. Überstanden hab’ ich sie aber auch. Eiserner Wille, Ausdauer, Disziplin und “im Moment leben” – “einfach durchhalten” haben geholfen. Jeden Tag aufstehen, ohne am Abend zu wissen, wie der Tag ausgesehen haben wird. Jeden Tag von Vorne anfangen. Ich lebte so dermaßen “im Moment”, dass ich “jetzt” nicht sagen könnte, was ich in 2 Minuten machen würde, oder in 2 Sekunden. “Atmen”, vermutlich.
Ich habe meine Wohnung aufgeräumt, zum ersten Mal bin ich hier wirklich “eingezogen”, obwohl ich mit einer anderen Intention angefangen habe aufzuräumen. Welche Intention ich ursprünglich hatte, gehört nicht hierher. Ich lebte so sehr im Moment, dass ich, wenn ich – wenn ich mal “fit genug” war um zu laufen (“spazieren gehen/wandern”) – und somit nicht gerade Zahnschmerzen hatte- so lief, dass ich nur über den nächsten Schritt nachdachte.
“Im Moment leben”. Aufstehen. Fenster auf. Badezimmer. Fenster zu. Küche. Geierkäfig auf. In die Arbeit fahren & arbeiten. Heimkommen. Geierkäfig zu. Fenster auf. Kochen. Essen. Abspülen/Geschirrspüler einräumen +/- laufen lassen. Aufräumen. Geschirrspüler ausräumen. Badzimmer. Schlafen. … und von vorne. und wieder. und wieder. und wieder…
Ich bin viel gereist und habe viel gesehen. Ich habe mich von Wochenende von Wochenende gehangelt, um “Abwechslung” und “Ablenkung” zu haben. Ich war kaum noch zu Hause, sondern irgendwo in Deutschland verschollen. Ich habe viele unterschiedliche Leute getroffen und beobachtet, Geschichten erzählt bekommen und erzählt, oder einfach nur am Rande mitbekommen. Ich habe die interessantesten und langweiligsten, die normalsten und die abgehobensten, die spießigsten und unkonventionellsten, die traurigsten und die glücklichsten Leute getroffen. Ich habe unterschiedliche “Lebenswelten” und “-räume” gesehen, betreten und wieder verlassen. Ich bin gekommen um zu gehen, und bin gegangen als es für mich richtig war.
Ich habe gelernt: Nicht zweifeln, sondern machen. – “Just do it.” Die Zeit und die Kraft, um zu Grübeln kann man auch anderweitig nutzen: indem mans tut. (Was nicht heißen soll, dass man keine Pläne haben soll oder nicht nachdenken soll. Beides ist gut und wichtig, aber bei vielen Sachen, über die Leute so jammern, gibt’s oft keine weitreichenden Konsequenzen, ich denke jetzt gerade z.B. an Haushaltskram. “Haushalt” ist etwas, was ich zugegebenermaßen aus tiefstem Herzen hasse, ändert aber nix. Wenn ich nicht will, dass mich was weiches, flauschiges, intelligentes aus der Ecke meiner Küche morgens mit einem “Halllooooooooo! Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich Dir, hast du gut geschlafen?!” begrüßt, sollte ich z.B. meinen Biomüll leeren. Den Restmüll vielleicht auch noch. Und die Teller sollte ich auch nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag rumstehen lassen, gleiches gilt für Töpfe. So einfach ist das. – Und daran gibt’s nix zu rütteln, auch wenn’s doof ist. Aber man kann entweder sich 2h Gedanken darüber machen, wie dämlich das alles ist, oder aber man kann es einfach tun…) — Und irgendwann war’s vorbei, die Krise war vorbei. Ich fing’ wieder an zu leben und bin hier jetzt angekommen. Meine Ziele sind mir klarer als nie zuvor, und ich bin mental stärker als je zuvor. Ich weiß, was ich will, und was nicht, wozu ich bereit bin, wenn es um Kompromisse geht, und wo ich mir denke “nee, (mach(t) das mal) ohne mich. Ich glaube die wenigsten 26-jährigen wissen so genau was sie (nicht) wollen, wie ich. – Ich hab’ mein Leben noch vor mir, und bin zu neuen Schandtaten bereit. Wenn die nächste Krise kommt, weiß ich jetzt: ich überstehe es, irgendwie.
owl: Kein Plan, kann aber sein. Andererseits weiß... owl: Erzähl mal, was dir jetzt so vorschwebt ;) Tarkin: @Tom: Irgendwie kommt mir da der ZDF Beitrag... Tom: Ihr seit ja auch selber Schuld, wenn ich euch... Tom: Auch wenn du den Hund ganz doll lieb hast, hat...