Laut Lieblingsfamilenministerin Ursula von der Leyen droht das Internet ein “rechtfreier Chaosraum zu werden”, weiß golem.de. Zensursula möchte eine Ausweitung der Internetsperren erreichen, um “Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde” zu stärken, denn das böse große allumfassende Netz droht ein “rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann”. Die nächsten Schritte im großen “wir zensieren die Welt und schaffen eine Blümchenwiese”-Gepoltere werden schon mit großem Geträllere angekündigt: Die nächsten Schritte, welche zum Schutz der Grenzen notwendig seien, wären ein “Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt”. – seit wann wird denn bitte “die Gesellschaft” oder auch nur ein Teil der Gesellschaft, die sich vehement gegen Internetsperren aussprach, in irgendwelche Debatten mit einbezogen? – Richtig: nie… So viel Bulldozerrhethorik auf einem Haufen – waaaaaahnsinn!!! Das ist offensichtliche Manipulation, der Kategorie: “Es kann keine Alternative geben”…
Zensursula macht mich ein Loch in den Kopf klopfen!
August 2nd, 2009 || 0 comments || permalink
Wenn Werbung weh tut
July 20th, 2009 || 0 comments || permalink
Ohne Worte
Es war einfach nur Hand->Kopf *klatsch*
Notrufmöglichkeiten fürs Internet
June 10th, 2009 || 0 comments || permalink
Ja, nee, ist klar… Die von der Leyen mal wieder. Diesmal anlässlich des – oh bunte Werbetrommel – auf Grund des Amoklaufs in Winneden: Notrufsäulen fürs Internet, wohle!
Die blutige Tat sei zwar dem Stand der Ermittlungen nach nicht im Internet angekündigt worden, sagte die CDU-Politikerin bei einer aktuellen Stunde im Bundestag unter dem Titel “Kinder, Jugendliche, Familien stärken” am heutigen Mittwoch. “Aber oft gibt es Vorboten in Chat-Rooms.”
Mit diesen Forderungen ist von der Leyen nicht alleine. Auch der Bund Deutscher Kriminalbeamter schreit nach einer Notrufsäule fürs Internet:
Der Vorschlag des BDK sieht vor, dass sich gesetzestreue Bürger eine Software auf ihren Rechnern installieren, die bei den Datenschutzbehörden sowie den Ministerien für Familie heruntergeladen werden soll. Nach erfolgreicher Installation stehe auf dem PC dann eine virtuelle Notrufsäule zum jederzeitigen Aufruf bereit.
Klar, man lädt sich Software runter. Vielleicht gleich inkl. des Bundestrojaners? Für welches Betriebssystem solls das Ganze denn eigentlich geben? Linux? Solaris? *BSD? MacOS?
Wer diesen Notruf betätigt, landet dem BDK-Modell zufolge bei einer Netz-Notrufzentrale, in der “rund um die Uhr Polizisten, Soziologen oder Psychologen sitzen, die je nach Problemlage sofort reagieren”. Wer im Internet auf Kinderpornos, rechtsradikale Inhalte oder Hinweise auf einen Amoklauf stößt, soll mit der Notrufsäulen-Software einen Screenshot des Bildschirminhalts anfertigen und diesen direkt an die Alarmzentrale weiterleiten können.
Windows kann dies bereits: die Taste “Druck” + dann notfalls in Paint einfügen und speichern, als E-Mail-Anhang an die zuständige Polizeidienststelle… Istjaallesnichtsoschwer. Dummerweise reagieren die Beamte manchmal (vielleicht auch nur bei mir) nicht. Tja. Und ernsthaft: wofür Soziologen und Psychologen? Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen? Wo ist das verdammte Problem mit Screenshots, welche mit jeder x-beliebigen, halbwegs sinnvollen (und sogar kostenlosen) Software angefertigt und anschließend per Mail verschickt werden können?!!! Aber gut, es ist ja wieder Wahlkrampf – das Stimmvieh muss besänftigt werden und mit blindem Aktionismus muss dem Bürger vorgegaukelt werden, dass sich die Parteien für “aktuelle Belange der Welt, des Landes, und der Bürger” einsetzen würden… Jaja,…
Gute Laune gibt’s morgen wieder.