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Hass!

Ich verbringe gerade mein Wochenende damit, mir Dinge durchzulesen, die ich eigentlich nie so genau wissen wollte. Dinge, die man nicht möchte. Je mehr ich lese, und in Statistiken ich wühle, desto größer wird mein Hass und desto größer wird mein Verlangen zu sagen “bringt euch bitte alle gegenseitig mal um!”. Wenn mit mittelalterlichen Methoden gearbeitet wird, sind 39% von manchen Dingen erfolgreich, wo es 75 – 95% sein könnten. Das ist eine Differenz von 36 – 56%! Man verschenkt diese 36-56% Erfolgschancen, halbiert somit also die Chancen auf Erfolg, nimmt dafür *viele* Unannehmlichkeiten und v.a. auch Risiken in Kauf, weil man mit mittelalterlichen hinter-dem-Mond-Methoden arbeitet… Und warum? – Natürlich! Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit… Man wälzt Kosten, Unannehmlichkeiten, und Risiken auf anderen ab. In einem Ausmaß, bei dem ich versucht bin mit dem Kopf mehrfach gegen die Wand zu donnern… Mann!!!

(Nein, ich werde nicht öffentlich erklären, worüber ich so kryptisch schreibe…)

Verkehrs- und Baustellenplanung in Würzburg

Würzburg kann’s! – NOT!!!

Ich habe noch keine – wirklich KEINE – Stadt gesehen, die so dermaßen neben der Spur ist, was Verkehrs- und Baustellenplanung angeht, wie Würzburg.

“Aktuell” – und “aktuell” dauert schon mehrere Wochen an – ist der Zeller Bock gesperrt, und das wird er wohl auch bis mindestens Ende 2013 bleiben, da der Zeller Bock aus “Sicherheitsgründen” gesperrt wurde. Der Berg kommt so stückchenweise runter. Als Nicht-Würzburger muss man wissen: der Zeller Bock ist eine Haupteinfallsstraße von den nörd-westlichen Landkreisen (“alles aus Richtung Schweinfurt, Karlstadt, etc. kommend”) in Richtung Würzburg.

Täglich fuhren wohl ~16 000 Autos über den Zeller Bock. Eine weitere Möglichkeit von diesen Landkreisen nach Würzburg zu kommen, ist die B27, eine zweispurige Bundesstraße, an deren Ende es a) auf den Stadtring geht, b) in Richtung Würzburger “Innenstadt” geht. Dummerweise ist die B27 v.a. im Berufsverkehr recht gut belastet. Soll heißen: Party-Mode::on, auf der B27, wenn Berufsverkehr herrscht. Wenn’s noch dazu irgendwo kracht, können wir das mit dem “Fahren” eh vergessen… Das war aber auch schon so, als der Zeller Bock noch auf war.

Erschwerend kommt hinzu, dass Würzburg nicht nur eine Einfallsstraße aus nord-westlicher Richtung weniger hat, sondern auch noch dummerweise ein Fluß zwischen einem Teil der nördlichen Landkreise und Würzburg ist. Doof, dass es außerhalb von Würzburg (wir erinnern uns: NACH Würzburg kommt man ja nur noch über die B27!) kaum Brücken gibt. Das heißt: ~25 km von Würzburg entfernt, nämlich in Karlstadt gibt es eine Brücke, außerdem in Zellingen, was ca. 20 km von Würzburg entfernt ist, und in Zell, was in ungefähr 5 km Entfernung liegt. Mit anderen Worten bedeutet dies: es verstopft sich JEDEN Morgen und JEDEN Abend (und wir haben ja bekanntermaßen Osterferien –> weniger Verkehr!) die Brücke in Richtung Würzburg. Die Polizei warnt im Übrigen schon für die nächsten Tage nach Ostern, dass man mehr Zeit mitbringen soll…

Weil es ja so schön ist, gibt’s derzeit in Würzburg immer neue Meldungen der Sorte: “ach, übrigens gibt es eine  neue Baustelle auf/in Straße XY”. Wir haben also hier an Baustellen:

  1. Unterdürrbacher Straße – Einmündung Alfred-Nobel-Straße, Nähe B27, WÜ-Unterdürrbach – Ende März bis Juli/August 2010
  2. Ursulinergasse – Innenstadt, Neubau Kloster, Vollsperrung – bis Sommer 2010
  3. Regenüberlaufbecken Ludwigkai – Innenstadt – bis Sommer 2010
  4. Löwenbrücke – Innenstadt, Wegfall von Parkplätzen, Verkehrsbehinderungen unbekannt – bis Sommer 2010
  5. Am Exerzierplatz/Weingartenstraße – Innenstadt,  eingeschränkte Fahrspuren, Verkehrsbehinderungen, Wegfall von Parkplätzen – vorauss. bis Mitte 2010
  6. Ebertsklinge – Vollsperrung/Teilsperrung, Stadtgebiet – vorauss. bis Mitte 2010
  7. Frankfurter Straße/Zeller Bock – Haupteinfallstraße aus nördlicher Richtung, Vollsperrung – mind. bis Ende 2013
  8. Stadtring Nord – weitere Haupteinfallstraße aus nördlicher Richtung (anderer Stadtteil als Zeller Bock) Vollsperrung/Teilsperrung – bis Anfang Juni 2010
  9. Stadtring Süd – weitere Haupteinfallstraße aus südlicher Richtung, Teilsperrung – vorauss. bis Juli 2010
  10. Weißenburgstraße zwischen Neunerplatz und Kreisverkehr Sedanstraße – Stadtbereich, Wegfall von Parkplätzen, Gehsteige und Straßen werden verschmälert – bis Mitte 2011
  11. Am Galgenberg/WÜ24 Richtung Gerbrunn – wichtige Durchgangsstraße, Universitätsnähe, Teilsperrung – Dauer: unbekannt
  12. Rottendorferstr./WÜ24 Höhe Händelstr. – wichtige Durchgangsstraße, Richtung Uni, Teilsperrung – Dauer: unbekannt
  13. Randersackererstraße – wichtige Durchgangsstraße Richtung Ochsenfurt,  Sperrung/Umleitung – Dauer: ~3 Wochen, Abschluß der Arbeiten auf dieser Strecke voraussichtlich Herbst 2011

Ach ja, pikantes Detail am Rande: es ist ja nicht so, dass das mit dem Zeller Bock etwa (siehe: “Sicherheitsbedenken”) erst kürzlich aufgetreten ist, oder so… Nein, das ist mindestens seit Februar 2002 bekannt, als DAMALS schon eine Stütztmauer einstürzte. Seitdem ist der Zeller Bock nur noch einspurig befahrbar. Seit 2002 sind nun sage und schreibe 8 Jahre vergangen, in denen die Würzburger Politiker genau eines getan haben: nichts. So richtig “nichts”, denn es ist bisher noch nicht einmal (abschließend) geklärt, wer denn für die Kosten aufkommen soll. Die Bebauungsgrundlagen wie z.B. “mit den Eigentümern reden” wurden auch nicht geschaffen, mind. einer hat nämlich noch nicht zugestimmt, dass die Stadt an seinem angrenzenden Grundstück bauen darf. Aber er hat wohl immerhin ein paar Tage vor Schließung des Zeller Bocks einen Anruf mit vergleichbarem Inhalt bekommen: “bestellen Sie Heizöl, bis mindestens 2013 haben Sie hierfür keine Gelegenheit mehr, da dann kein Laster mehr zu Ihnen durchkommt”. Na also wenn das nichts ist…

Ach ja, 2018 soll/will Würzburg übrigens eine Landesgartenschau austragen. Bucht doch schonmal einen Helikopter, auf den Straßen könnt’s nämlich eng werden.

Petitionen
Zensursula macht mich ein Loch in den Kopf klopfen!

Laut Lieblingsfamilenministerin Ursula von der Leyen droht das Internet ein “rechtfreier Chaosraum zu werden”, weiß golem.de. Zensursula möchte eine Ausweitung der Internetsperren erreichen, um “Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde” zu stärken, denn das böse große allumfassende Netz droht ein “rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann”. Die nächsten Schritte im großen “wir zensieren die Welt und schaffen eine Blümchenwiese”-Gepoltere werden schon mit großem Geträllere angekündigt: Die nächsten Schritte, welche zum Schutz der Grenzen notwendig seien, wären ein “Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt”. – seit wann wird denn bitte “die Gesellschaft” oder auch nur ein Teil der Gesellschaft, die sich vehement gegen Internetsperren aussprach, in irgendwelche Debatten mit einbezogen? – Richtig: nie… So viel Bulldozerrhethorik auf einem Haufen – waaaaaahnsinn!!! Das ist offensichtliche Manipulation, der Kategorie:  “Es kann keine Alternative geben”…

Wenn Werbung weh tut

werbung_tut_weh_20090720Ohne Worte ;-) Es war einfach nur Hand->Kopf *klatsch*