… als zur Sommerzeit. Das Wetter hielt sich nicht an die Vereinbarung: “erst regnen, wenn ich im Trockenen bin”. 3 Minuten bevor ich im Trockenen war roch ich den Regen, dann sah ich – kurz nach dem Ortsendeschild der Ortschaft durch die ich gerade fuhr – eine dichte Regenwand. Ich bog dann mal schnell ab, stellte mich unter das nächste Garagenvordach, zog schnell die Regenjacke für mich und das Raincover für den Rucksack hervor, verpackte uns beide in die Anti-Regenhülle und wartete bis der Guss vorüber war/der Regen auf ein sachtes Tröpfeln zurückging. Dann fuhr ich los. Und dann fing es abermals an zu schütten. Bevor ich “zucken” konnte und zurück in die Ortschaft fahren konnte, war ich von unten bis oben durchnässt. Ich fuhr zum nächsten Gasthof, tankte mich auf (“Apfelsaftschorle”) um gestärkt – vor dem nächsten Regenguss, der dann allerdings ausblieb – zurückfahren zu können. Als ich dort ankam und ein paar Schritte probehalber ging, bestätigte sich der Eindruck, den ich auf dem Rad schon hatte: ich habe ein Feuchtbiotop im Schuh! Die Bewohner dieses Feuchtbiotops gaben bei jedem Schritt lustige “quaaaack, quaaaack!”-Geräusche von sich, es muss sich also wohl um Frösche handeln.
Fröhlicher die Frösche nie quakten
August 16th, 2011 || 2 comments || permalink
Gestatten, ich bin bekloppt
August 14th, 2011 || 1 comment || permalink
Dicke, fette Regenwolken und eine Unwetterwarnung für den Abend können echt motivierend sein. Als ich auf dem Hinweg nach Ingolstadt war, habe ich schon dicke, fette Regenwolken gesehen. Ich trat dann mal ein bisschen in die Pedale um noch vor dem Regen an einem Gasthof anzukommen. Dort angekommen Apfelsaftsaftschorle bestellt (“oh Gott, meine Keeeeehle. Wasser, gebt mir Wasser, nein Apfelsaftschorle *ächz* *krächz*”) und ca. 5 bis 10 Minuten später kam der Regen nach. Ich war schneller, ätsch!
Den 2. Regenguss auch noch abgewartet und dann sahen die Wolken wieder weniger nach Gewitterwolken aus, und ich wagte mich abermals aufs Rad. Los, los, auf jetzt, gib alles! – Und ich gab (fast) alles.
Ich fuhr 13.5 km in 30 Minuten – mit einem Fully (= vollgefedertes Rad). Nein, mein Fully hat keinen Lockout, d.h. es geht viel Kraft in die Federung. Ich bin teilweise über Schotter, Kies, und Sand gefahren. Schlaglöchern auf der Kies-/Schotter-/Sandpiste musste ich ausweichen, von denen gab es viele, und auch gerne so, dass ich mein Rad nur quer/versetzt durchbekommen habe, ich musste also den richtigen Winkel treffen – es war also auch technisch recht anspruchsvoll zu fahren. Es ging teilweise bergauf (wenig bergab), und ich hatte quasi die gesamte Zeit auf der gesamten Strecke Gegenwind, manchmal rechte Böen. Ich bretterte was die Beine hergaben, und habe es quasi perfekt geschafft meine Kraft einzuteilen – nahezu perfekt zumindest, denn ich hätte nochmal ca. 10 km ohne weitere Probleme fahren können. Luft hatte ich auch noch genug, auch wenn ich die typische Fisch-auf-dem-Trockenen-Schnappatmung einleitete. Meine Muskeln brauchten Sauerstoff. Pulslimitiert fuhr ich auch nicht, nach oben (zum Maximalpuls) hin war noch Luft.
Nass kam ich zwar an, aber das kam nicht vom Regen. Als ich den Helm abnahm sah ich aus, als hätte ich versehentlich mitsamt Klamotten eine kleinere Taucheinheit eingelegt. Junge!
Und das Schöne daran: ich kann noch 20-25 kg verlieren ohne untergewichtig zu sein, meine Kondition und Muskelkraft ist noch ausbaufähig und wenn ich auf ein Rennrad umsteigen würde, ginge da auch noch Einiges… Miau! Ihr dürft mich jetzt “dämlich, bescheuert, bekloppt, verrückt, extrem, Hartkeks” nennen – aber Spaß, Spaß hat’s gemacht!
Arbeitest du noch, oder lebst du schon?
July 18th, 2011 || 0 comments || permalink
Heute morgen, als ich einkaufen war, um das verderbliche Zeug im Kühlschrank der Arbeit zu deponieren, fiel mir auf: ich scheine inzwischen hier zu wohnen. Ich bin “zu Hause” (also dort, wo ich meinen 1.Wohnsitz habe) zwar stolzer Besitzer eines Kühlschranks, aber irgendwie komme ich nicht so wahnsinnig häufig dazu diesen zu befüllen. Wobei, morgen… Ja, morgen komme ich mal nach Hause, und kann tatsächlich den heute gekauften Kram in meinen “zu Hause-Kühlschrank” transferieren, den Rest der Woche sieht’s eher düster aus:
- Mo: Arbeit->Sport->Möbelhäuser->nach Hause
- Di: Arbeit->kurz nach Hause (Nachbarskatze versorgen, essen)->Sport->nach Hause
- Mi: Arbeit->Sauna->nach Hause
- Do: Arbeit->Sport->kurz nach Hause (Nachbarskatze versorgen)->Uni->noch viel später nach Hause
- Fr: Arbeit(->Sport)->nach Hause
- (Sa: Sport, So: Sport…)
Wenn ich die Nachbarskatze nicht versorgen müsste, würde ich mir am Di+Do das “kurz nach Hause fahren” ersparen. Mal abgesehen davon: meine “nach Hause kommen”-Zeit verschob sich noch weiter nach hinten, denn ich musste erstmal die Möbelhäuser der Region unsicher machen. Auf der Suche nach dem heiligen Gral, äh, einer neuen Beleuchtung für meine Küche. Wer mich kennt, weiß, dass sowas ein schwierigeres Unterfangen ist, weil meinereiner i.d.R. eine genaue Vorstellung hat, was er will – und das trifft auch auf drei-flammige Küchen-Spotlampen zu. Kein Holz, keine hässlichen Halogenlampen und LED-Geraffel will ich auch nicht haben, nicht zu kalt wirkend (sowohl vom Licht, als auch vom Design), kein hässliches Licht (wie durch Halogenlampen oder LEDs)… Und ein Vermögen, ein halbes Vermögen oder so möchte ich auch nicht dafür ausgeben. Musste ich zum Glück auch nicht. Jetzt muss das Ding nur noch an die Decke. Am Wochenende dann. Dennoch: Alles in Allem heißt das alles auch, dass ich erst am Wochenende bin ich tatsächlich mal länger wirklich “zu Hause” bin – und da weiß ich mind. 2 Mittelalterfeste in der näheren Umgebung. .oO( Und trotzdem fällt mir die Decke auf den Kopf. Weia, zu welchem Rumtreiber bin ich denn geworden? – Naja, es könnte schlimmer kommen: ich könnte mein Single-Dasein anders nutzen als viel Sport zu treiben
)
Jetzt muss ich aber erstmal ein paar Verbrechen an der Menschheit präsentieren:
- inspired vom CPU-Kühlerrippen-Design – das Feinripphemd unter den Lampen
- ohne Worte
- ich musste an Schoko(-Minz)-Linsen denken
- mir schoss das Wort “Mottenfänger” in den Kopf
- die kreative Schaffenspause des Designers wurde zum Design deklariert – moment, ich bilde das schnell in Sketchup nach. *klick* fertig
- inspiriert von einer Shuttle beim Launch
- als der Absinth unter der Decke klebte und angeleuchtet wurde – vielleicht war’s aber auch Leucht-Slimy oder Wackelpudding
- beim türkischen Teppichhändler entworfen
- genickte Lampe – ich musste a) an Wall-E/einen traurigen Roboter, b) an eine Überwachungskamera denken
- eine Mischung aus Hanibal und Darth Vader- auf die dunkle Seite der Macht…