Im Rahmen meiner “Minimier das Zeug in deiner Wohnung”-Aktion, die ich seit gut einem dreiviertel Jahr durchführe, habe ich mein altes, meistens nicht verwendetes, Laptop mit nach Hause genommen. Also ins andere Zuhause; dort wird es ein schönes Leben auf meinem Schreibtisch im Homeoffice haben. Dann, wenn ich nach Hause komme, wird es – wenn ich Lust habe am Rechner zu hängen – verwendet werden; als Surfstation und so.
Sketchup, Bildbearbeitung und ein Office funktionieren darauf auch noch. Das alte Grafiktablett liegt neben meinem externen Monitor, welcher neben dem alten Laptop steht. Prima, ich spare mir also (teilweise/oft) mein aktuelles Laptop oder mein Netbook mitzunehmen.
Damit ich nicht den Großteil meiner Zeit, wenn ich mal daheim bin, damit verbringe das Windows+Linux zu aktualisieren habe ich das Linux mal entsorgt. Windows-only – es gibt die Geräte wieder bei mir. Ich frage mich jetzt nur: ist das einfach der pure Pragmatismus oder werde ich gerade alt (und erwachsen)? Will ich es wirklich wissen?
Abgesehen davon: Wo soll’s hingehen mit Linux, v.a. auf dem Desktop? Große Distros setzen v.a. auf Gnome und KDE. Große Windowmanager nähern sich immer näher dem Windows-Design an und/oder entwickeln sich wegen “Designer haben zuviel Macht und Spieltrieb -Schrägstrich – bunte Knete im Kopf”-Gründen zu unbenutzbaren, ressourcenhungrigen, ekelig unbenutzbaren Oberflächen mit Bling!!!-Faktor. Ich bin gelinde gesagt ziemlich desillusioniert, was Linux-auf-dem-Desktop angeht.
Ob ich jetzt ein Windows sch… finde oder ein Gnome, ein KDE (“Bling”), oder Fluxbox-und-wie-die-ganzen-kleineren-Windowmanager-heißen (Konfiguration per Hand z.B. – nein, danke)… Wenn ich Windows verwende – was ich ohnehin benötige (= ich muss dafür ohnehin Geld ausgeben) lerne ich quasi “nebenbei” für die Arbeit und erhöhe somit meinen Marktwert… Arbeit = Geld = kann man für anderes ausgeben. Sachen, die u.U. mehr Spaß machen/weniger frustrierend sind – z.B. Reisen, Bücher, guten Kaffee, Hardware, Zeug, Dinge, Tiere, Gegenstände …