Tag-Archive for » My Ego «

Die Einsamkeit der Morgenstunden

P1010022Inzwischen wird es schon wieder recht spät hell, dafür aber natürlich auch recht früh dunkel: der Sonnenaufgang ist Würzburg (für heute, den 7.9.2010) für 6:44 Uhr gemeldet. Die Dämmerung zur Morgenstunde beginnt ab 5:31 Uhr, die Abenddämmerung beginnt um 21:04 Uhr. Der Sonnenuntergang findet um 19:52 Uhr statt. Die Tageslänge beträgt also 13 h und 7 min.

In weniger als zwei Wochen, nämlich am 17.9.2010, ist der Sonnenaufgang sogar schon bei 7:00 Uhr angelangt. Bald kommt wieder die Zeit, zu der man morgens in der Dunkelheit aufsteht, und abends in der Dunkelheit nach Hause kommt. Ich muss sagen, ich mag diese Zeit nicht wirklich.

Das heißt also für mich, dass ich vor Sonnenaufgang auf der Arbeit herum sitze. Heute Morgen erlebt ich tatsächlich die ersten glühenden Streifen am Himmel mit. Es sah aus, als ob der Himmel in Flammen stünde. Einen Vorteil hat die Dunkelheit frühmorgens: es ist kaum ein Mensch unterwegs und alles wirkt “gedämpfter” und ruhiger. Frühmorgens in die Arbeit zu gehen hat auch einige Vorteile mich: es ist die Tageszeit, an der ich im produktivsten bin, weil es dann tatsächlich möglich ist unterbrechungsfrei/ungestört zu arbeiten. Ein weiterer Vorteil ist, dass man natürlich früh(er) gehen kann – v.a. im Winter von Vorteil…

Nichts zu sagen

Immernochnicht. Aber damit ihr merkt, dass an diesem Ende der Leitung noch jemand sitzt dieser Eintrag. Also zu sagen hätte ich schon was, aber ich mag/kann nicht. Wozu auch?

Besuch bei einem alten Freund

100_1871

Heute habe ich einen alten Freund besucht. Den großen Schimmel, welcher auf dem Foto zu sehen ist: Remy.

Als ich ihn kennenlernte (irgenwann vor 2005), ein nicht ganz unkompliziertes Pferd. In der Box war er bissig, beim Putzen und Satteln sowieso. Dank seiner Größe hatte er auch einen sehr raumgreifenden Trab, was das Aussitzen schwierig machte. Anfangs hasste ich es auf Remy zu reiten. Nach und nach rauften wir uns aber zusammen.

Nach dem Zusammenraufen wurde das Verhältnis immer besser. Ich konnte seinen Trab aussitzen, mit ihm Springen etc. und er machte, was ich von ihm verlangte ohne zu murren: das Reiten auf ihm machte Spaß. In der Box besserte sich das Verhältnis zwischen mir und dem weißen, großen Pferd ebenfalls: er blubberte mir entgegen, wenn ich den Stall betrat, um mich zu begrüßen. Beim Putzen legte er ab und zu noch die Ohren an, drohte aber nicht mehr mich zu beißen. Er stand öfters ganz entspannt und gelassen, auch mit gekreuzten Beinen, wenn ihm langweilig war, in der Stallgasse und döste, wenn ich ihn putzte. Remy ließ sich von mir Kraulen, war mir gegenüber richtig verschmust und ich konnte die Box betreten, wann ich wollte, ohne gebissen zu werden. Das große, weiße Pferd namens Remy hatte Vertrauen gefasst.

Das ging so weiter, bis ich 2005 in den Urlaub flog. Danach hätte ich ihn mieten wollen, um 2 Mal/Woche auf ihm zu reiten. Der Besitzer meinte “nein”, und es sei zu wenig häufig, und würde nicht rentieren und außerdem: “Nein!”. Ich flog 2005 also mit meinem Ex-Freund in den Urlaub, und unterbrach meine Reitstunden für 2 Wochen…

Als ich wieder nach Deutschland kam, kam allerhand Zeug dazwischen, und ich kam nie dazu mich wieder zu den Reitstunden anzumelden. Irgendwann – wohl 2006 – habe ich entdeckt, dass das “Reitschule XY”-Schild nicht mehr da war. Mir schwante Böses und ich hatte Angst Nachforschungen anzustellen. Nachforschungen darüber, was denn mit den Pferden geschehen war.

Oktober 2009 entschloss ich mich dazu die Nachforschungen anzustellen, weil es sich immer noch nach “Remy im Stich gelassen haben” anfühlte. Erste Anlaufstelle: ein Forum, Kategorie: “Pferd gesucht”. Ich fand dort raus, was mit Remy geschehen ist, und wo er wohl noch stehen könnte. Letzte Woche fand ich endlich den Mut zum Telefonhörer zu greifen und anzurufen, heute war ich dann beim “neuen” Stall.

Die “neue” Besitzerin machte einen netten Eindruck, der Hof ist gepflegt, sauber, toll und ein Pferdeparadies mit *richtig VIEL* Platz! Koppelgang mit anderen Pferden, geräumige Boxen mit Blick nach draußen, und ein Platz bis zum Lebensende! Aus dem bissigen Pferd wurde ein aufmerksames, freundliches Tier! Ich muss sagen: ich bin verdammt froh, dass es so für ihn ausging!

(Kommentare deaktiviert, führt sonst eh nur zu blöden Kommentaren…)

Ein Leben ohne Sport???

Wie konnte ich nur…  Während meiner Ausbildung (und auch noch einige Zeit danach) habe ich keinen Sport gemacht. So garkeinen. Davor, als Schüler war ich recht aktiv: öfters pro Woche bis zu 100 km mit dem (Renn)Rad, zur Schule und zurück gefahren. Doch dann kam irgendwann meine große Begeisterung für Rechner & Co und der Sport wurde weniger und letztendlich komplett eingestellt: “keine Zeit”, was ja auch bei 5h Pendeln/Tag + 8h+Überstunden /Tag nicht weiter verwunderlich ist. Wiederaufgenommen habe ich den Sport aber lange Zeit nicht mehr. Anfang 2008 habe ich das angefangen zu ändern, erst im Sommer immer wieder mal Radfahren, außerdem Walken und außerdem was für oder vielmehr gegen meinen geschundenen Rücken tun: Kiesertraining (=Krafttraining, gesundheitsorientiert).

Radfahren etc. sind zwar recht angenehm und auch nicht ganz uneffektiv, aber im Winter oder bei schlechten Wetter halt – beschissen. Was zur Folge hat, dass ich im Winter nur Krafttraining mache, und nicht einmal im Ansatz zu Ausdauertraining komme. Die aktuelle Woche ist auch wieder so eine Sauwetterwoche, deswegen trifft es sich gut, dass ein Fitnessstudio aus Würzburg derzeit eine Aktion laufen hat, die ohne Vertragsbindung ermöglicht zu trainieren.

Praktisch. So war ich heute nämlich 1:20h auf Fahrrad und Laufband. Ich kann durch diese “Vertrag-der-keiner-ist”-Aktion auch so Dinge wie Sauna, etc. nutzen und v.a. auch mal gucken, ob ich “fitnessstudiotauglich” bin, oder ob ich nach ein paar mal hingehen anfange am Rad zu drehen (also mental!), weil Monotonie aufkommt… Im Winter würde ich ja schon gerne für ein paar Monate ein Fitnessstudio nutzen um eben über den Winter zu kommen… Hm.

Heute habe ich jedenfalls wieder mal festgestellt, dass Sport äußerst positive Auswirkungen auf mich hat. Das Büro verließ ich mit einer “boah, bloß raus hier!” und “MUSS TÖTEN” im Blick, nach einiger Zeit in Bewegung hatte ich allerdings nichtmal mehr im Ansatz an die Vorkommnisse des heutigen Tags gedacht und habe tatsächlich abgeschalten. Ich bin diesbezüglich immer wieder erstaunt darüber, WIE enorm positiv die Auswirkungen von Sport auf mich sind! Selbst wenn man total abgespannt/hundemüde, genervt ist, und dann anfängt ein bisschen was zu machen, bessert sich nicht nur die Laune merklich, sondern man fühlt sich hinterher merklich weniger (gehirn)tot…

Vermutlich liest der Text sich jetzt wie ein Propagandatext von Psychologen, Esoterikmagazin, Sportmediziner und Hausarzt. Macht aber nix. ;-)

Zwanghaftes Planen ;-)

Ich weiß genau, was ich Ende Dezember 2010, kurz vor Weihnachten machen werde:

  1. rechtzeitig Feierabend
  2. zur Zahnreinigung gehen (Termin steht schon fest, mein Zahnarzt ist diesbezüglich sehr ausgebucht!)
  3. anschließend den Weihnachtsmarkt besuchen

Ihr dürft mich jetzt komisch nennen.

 Tags: ,  4 Comments