Frickelscheisse Inc.

April 25th, 2012 || 0 comments || permalink

Mittwochmorgen. Man jagt Fehler, wühlt sich durch Logfiles. Dokumentation?! Fehlanzeige, lies doch das Wiki.

Wikis finde ich scheisse, weil unübersichtlich, nicht sinnvoll durchsuchbar und für ernsthafte Dokumentation m.m.n. nicht oder nur unzureichend geeignet. Aber man kann’s ja “an die Crowd” auslagern, das Ding mit der Dokumentation. Is’ ja schließlich Arbeit, die keiner machen will, da wir ja alle eine große bunte Gemeinde sind, nutzen wir halt die Technik, denn irgendwer wird’s schon machen. Neumodisch sagen wir dann was mit “Web Zwo Punkt Null, ne? Kollaboratives Schreiben und so. Das kollektive Wissen der Masse nutzen und so.”, wedeln dabei ausschweifend-pseudoerklärend mit den Händen, tun dabei, als wären wir mit schillernd bunte Pfauenfedern geschmückt, fühlen uns unglaublich wichtig und dadurch ganz großartig dabei. Schließlich macht’s ja ein anderer, wir können das machen, was Spaß macht[tm]. Oder vielleicht macht’s doch kein anderer. Ist ja aber auch nicht unser Problem, kümmert uns nicht. Oh wie gerne würde ich…

Dokumentation, überhaupt so ein Unwort in der IT. Dokumentation wird oft belächelt, außer man braucht sie mal. Schreiben will sie irgendwie keiner (doch, ich – aber das ist ja quasi das selbe, aber nur noch gegen Geld!), und WENN es mal Dokumentation von Systemen, Software, fliegenden Untertassen, Gartenzwerge-Brennmaschinen, USB-Gemüse-Gewächshäuser-für-an-den-Computer oder was-weiss-ich-nicht geben sollte, dann ist die i.d.R. unvollständig, veraltet, unzureichend, fehlerhaft, vollkommen unbrauchbar, unverständlich (“Stecke Gemüse in Steckdose, lila Strecke gemütlich genießen den Toast anschließend, zm ausglreich des seeelischen Gleichwewwweichts.”) oder sonstiges.

Wie gesagt: WENN es überhaupt Dokumentation gibt. Oft googelt man sich einen Wolf und findet dann, auf irgendeiner besch… Mailingliste aus dem Jahre 2007, irgendwelchen Krüppelforen, oder sonstwo an einer Stelle im Internet, die schon in einem Land vor unserer Zeit existierte, irgendeinen armen Menschen, der das gleiche, oder ein ähnliches Problem schonmal hatte, u.U. vielleicht, WENN man Glück hatte eine Lösung, oder zumindest mal einen Ansatzpunkt, der evtl. u.U. vielleicht, WENN man Glück hat, zu einer Lösung oder in die richtige Richtung führt.

“GWUARHARF ALAKBARAWAAA!!!” denkt sich mein Kopf gerade, mit dem Zusatz: “Meine werten Mit-Informatiker und Mit-Informatikerinnen, könntet ihr euch bitteschön mal ein klein weniger professionelleres Arbeiten und eine ebensolche Denkweise aneignen oder alternativ einfach sterben gehen?!!! Dank’schö’!”

EOF

Pragmatismus oder alt-und-erwachsen-werden?

August 27th, 2011 || 12 comments || permalink

Im Rahmen meiner “Minimier das Zeug in deiner Wohnung”-Aktion, die ich seit gut einem dreiviertel Jahr durchführe, habe ich mein altes, meistens nicht verwendetes, Laptop mit nach Hause genommen. Also ins andere Zuhause; dort wird es ein schönes Leben auf meinem Schreibtisch im Homeoffice haben. Dann, wenn ich nach Hause komme, wird es – wenn ich Lust habe am Rechner zu hängen – verwendet werden; als Surfstation und so.

Sketchup, Bildbearbeitung und ein Office funktionieren darauf auch noch. Das alte Grafiktablett liegt neben meinem externen Monitor, welcher neben dem alten Laptop steht. Prima, ich spare mir also (teilweise/oft) mein aktuelles Laptop oder mein Netbook mitzunehmen.

Damit ich nicht den Großteil meiner Zeit, wenn ich mal daheim bin, damit verbringe das Windows+Linux zu aktualisieren habe ich das Linux mal entsorgt. Windows-only – es gibt die Geräte wieder bei mir. Ich frage mich jetzt nur: ist das einfach der pure Pragmatismus oder werde ich gerade alt (und erwachsen)? Will ich es wirklich wissen?

Abgesehen davon: Wo soll’s hingehen mit Linux, v.a. auf dem Desktop? Große Distros setzen v.a. auf Gnome und KDE. Große Windowmanager nähern sich immer näher dem Windows-Design an und/oder entwickeln sich wegen “Designer haben zuviel Macht und Spieltrieb -Schrägstrich – bunte Knete im Kopf”-Gründen zu unbenutzbaren, ressourcenhungrigen, ekelig unbenutzbaren Oberflächen mit Bling!!!-Faktor. Ich bin gelinde gesagt ziemlich desillusioniert, was Linux-auf-dem-Desktop angeht.

Ob ich jetzt ein Windows sch… finde oder ein Gnome, ein KDE (“Bling”), oder Fluxbox-und-wie-die-ganzen-kleineren-Windowmanager-heißen (Konfiguration per Hand z.B. – nein, danke)…  Wenn ich Windows verwende – was ich ohnehin benötige (= ich muss dafür ohnehin Geld ausgeben) lerne ich quasi “nebenbei” für die Arbeit und erhöhe somit meinen Marktwert… Arbeit = Geld = kann man für anderes ausgeben. Sachen, die u.U. mehr Spaß machen/weniger frustrierend sind – z.B. Reisen, Bücher, guten Kaffee, Hardware, Zeug, Dinge, Tiere, Gegenstände …

Jetzt wird mir so einiges klar…

August 12th, 2011 || 2 comments || permalink

z.B. wieso ich das unbändige Verlangen habe auf irgendeinen Sandsack einzuprügeln. Oder 55 km auf dem Rad runterzureissen. Oder die albern zwitschernden Vögel vom Ast zu brüllen, nachdem sie ihr Gefieder erst versuchen anzulegen, und dann nackt auf dem Ast sitzen, weil ich es ihnen vom Leib brüllte. Oh Mann. Ich muss aufs Rad. Dringend!

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