January 19th, 2010 || || permalink
Ich hatte gestern DAU.tv, live und in Farbe mit lebensechten Figuren…
Hauptdarsteller: DAU, ca. 50 Jahre, a weng a Bierwampe, und Marke “gemütlicher Familienvater, der am Wochenende am Auto rumschraubt”, vielleicht auch mit seinen Sportkumpels a Bier dringga geht (keine Sorge, ich kann noch deutsch schreiben, aber a weng fränggisch muss a ma sein), und Verkäufer in Elektromarkt…
DAU war unentschlossen ob er denn ‘nen neuen Rechner haben will, und ob er *diesen* Rechner haben will. DAU hat aber einen Verkäufer/Berater, den er mit Fragen nerven kann. Der Verkäufer erklärt auch großzügigerweise die Vorteile der Workstation, die DAU ins Auge gefasst hatte und spricht dann das magische Wort “Firewire” aus. DAU hat augenscheinlich noch nie was davon gehört und fragt nach, was das denn eigentlich so sei… Verkäufer erklärt. Das Gespräch ging dann in etwa so weiter:
DAU: “Dann kann ich also a Kamera anschließn?”
Verkäufer: “Ja, wenn die Kamera einen entsprechenden Anschluß hat”
DAU: “Ich hab die vor ‘nem halben Jahr gekauft, die hat 800 Euro gekostet”
Verkäufer fragt nach, um welche Kamera es sich denn überhaupt handelt…Video? Foto? Camcorder?
DAU: “Ach, ne Kamera halt
”
DAU dreht sich zu mir um, mit einem Blick der Kategorie: “Hach, Sie [+/- als Frau] verstehen mich bestimmt – des is scho schwer mit dem komischen Technikkram”. Ich biss mir auf die Lippen, unterdrückte mühevoll lauthals loszulachen, und gab dem Kerl *keine* Bestätigung. An dieser Stelle war ich heilfroh, dass er nichts sagte. Blicken kann man ausweichen, einen (blöden) Kommentar hätte ich mir jedoch nicht verkneifen können! “Sie müssen wissen, ich mach täglich ‘was mit dem komischen Technikkram’”… *facepalm*
December 21st, 2009 || || permalink
Heute bei einem großen, roten Elektronikmarkt: Frau+Mann der Kategorie “Schatz, passt das lila Lippgloss zu meinen Augen” entsprungen, stehen vor den USB-Sticks. Mann, wichtigtuerisch und “typisch Hahn” wie manche Männer dieses Alters und dieser Kategorie so sind, erklärt Frau etwas… Ich denke mir an dieser Stelle meinen Teil…
Wenige Minuten später gehe ich nochmal an diesem Paar vorbei, und bekomme mit, wie sie einen Verkäufer was fragen – an dieser Stelle bekam ich dann einen Hustanfall und ging schnell weiter: “Woran erkennt man bei USB-Sticks eigentlich die Qualität?”
March 30th, 2009 || || permalink
Man kommt schlaftrunken ins Büro gewankt. Die Stimmung hält die Waage zwischen “schlecht” und “gut”, ist somit also neutral. Die Motivation ist im Eimer und ich bin immer noch erkältet. Ich logge mich ein – und sehe als allerallerallererstes eine ICQ-Nachricht von meiner Lieblingskollegin. “Hallo.”, und die Nachricht, dass sie die restlichen Tests am Freitag durchgeführt hätte. Aha. Die ersten Gedanken waren: “schön für dich, und nun lass mich in Ruhe”. Ich antworte nicht auf die ICQ-Nachricht.
15 Minuten später ein “bist du da?” via ICQ – Nein. Ich bin nicht da. Ich will nicht da sein. Nicht für sie. Aber natürlich bin ich im Büro, wie immer gegen 09:00…Ich schweige also weiterhin, mache mich unsichtbar, arbeite in Ruhe weiter.
Gegen 09:30 dann ein Anruf von der Nummer des Kollegen – es ist meine Lieblingskollegin. Ich starre den Monitor verzweifelt an, und die Bürogenossin weiß was los ist und lacht leise vor sich hin.
Gegen 10:00 ein Anruf von einem Kollegen, meinem Vorgesetzten, bei dem ich mich Freitag auskotzte, und meinte: “so kann ich nicht arbeiten. Die Frau ist unzuverlässig, unfähig, und bekommt nichtmal die einfachsten Aufgaben hin. Sie macht mehr Arbeit, als sie abnimmt.” Er hat mit dem Chef gesprochen. Die “Lieblingskollegin” wird von dem Projekt abgezogen – zu riskant. Nun brauch’ ich also einen weiteren Tester, mindestens einen, eher mehr.
Ich bekomme 3 weitere Tester, mehr lassen sich auf die Schnelle nicht organisieren. D.h. ich muss dann mind. 3 Mal die nächsten Tage an den anderen Standort und meiner Lieblingskollegin unter die Augen treten. Ich werde mir sicher schwer tun, ihr auf Fragen wie “was kann ich tun?” oder “wie kann ich helfen?” nicht zu antworten: “Du hilfst mir am Besten, indem du mir nicht unter die Augen kommst und mich in Ruhe meine Arbeit machen lässt.” oder ähnliche Antworten. *Bisher* konnte ich mich beherrschen und habe ihr knapp, aber bestimmt Antworten wie “Nein, es gibt für dich nichts zu tun” gegeben… Ich kann nicht garantieren, dass ich freundlich bleibe und ihr nicht verbal *sehr* deutlich die Meinung geige… Ich hab’ diese Frau sooooooo satt! Und ich verstehe sie nicht, und ihre – Art *dieses Wort ausspuck*- wie sie ihre Arbeit verrichtet… In keinster Weise.