Arbeiten. Essen besorgen. Arbeiten. Ins Krankenhaus. Warten, warten, warten. Dösen. Warten, warten, warten. Aufregen über alte Leute die zu wenig trinken und bei der Hitze umkippen. Warten, warten, warten. Aufs Gesundheitssystem fluchen. Warten, warten, aufgerufen! Röntgen. Eigendiagnose bestätigt bekommen. Patient tot. Runners Point. Nike Free Run 2 in *groß* gekauft. Parkhaus. Sportstudio. Krafttraining. Auf dem Spinning Bike auspowern. Heimfahren. Paket abholen. Ankommen. Essen. Duschen. Schlafen.
Manche Tage sind zum Davonlaufen, heute z.B. – erschießt mich mal einer, der Arzt wollte nicht…
DISCLAIMER: Willkommen an Board, genießen Sie den Flug in andere Sphären mit karnaya universe-Airlines, fasten your seatbelts und lesen Sie die nachfolgende Sicherheitsinstruktion sorgfältig:
Wäre dies kein Blog, sondern eine Tageszeitung, würde der Text – falls er überhaupt (unzensiert) veröffentlicht werden würde – unter der Kategorie “Glosse/Randbemerkung(en)” einsortiert werden. Ich bitte den werten Leser, dass er diese Kategorisierung doch bitte “kopfintern” vornehmen möge, bevor er sich diesen mitunter etwas überspitzt geschriebenen und vor Zynismus triefenden Text zu Gemüte führt. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.
Irgendwie geht mir dieses ganze Web 2.0/Social Media-Gedöns so a weng auf den Keks – kann aber auch einfach meine aktuelle Stimmung sein. Vermutlich habe ich einen Clown gefrühstückt oder mir hat versehentlich einer die Familienpackung Zynismus in den Tee gekippt (oder in die Milch?)
Erwähnte ich eigentlich je, dass ich es ätzend finde, dass es gefühlte 2 Milliarden “Social Networks” gibt, bei denen man sich anmelden muss, wenn man mit 5 unterschiedlichen Leuten in Kontakt bleiben oder treten will? – Nein? – Dann sei es hiermit getan. Ich finde es ätzend, dass die Leute es nicht mehr hinbekommen sowas altmodisches wie Telefonnummern oder E-Mail-Adressen oder von mir aus ICQ-, Jabber-, MSN-, was-weiß-ich-Protokoll zu tauschen, sondern man stattdessen auf Facebook, StudiVZ/MeinVZ, Twitter, Identi.ca, lokalisten und wie sie alle heißen, herumhängen muss, wenn man Kontakte aufrechterhalten will. Ehrlich wahr – ich find’s scheiße.
Und wenn ich schon grade am Meckern bin: der ganze Hype um Twitter und Co. erinnert mich schon so a weng an die .com-Blase vor 10 Jahren, die dann mal mit großem KABUUUUUM!!! platzte… Meinjanur.
Wenn dann noch – zu allem Überfluss – irgendwelche “Alphablogger” oder selbsternannte Web 2.0-Gurus etc. auftreten (anders kann man dieses “Verhalten” nicht mehr bezeichnen, denke ich), die mit ganz viel Handgewedel eigentlich nichts (aber das in wunderbar vielen, bunten Seifenblasen – äh – Worten verpackt) sagen, aber meinen, dass sie Wunder was wären und ein selbstgefälliges “oh huldigt mich, denn ich bin der Messias des Web 2.0!” ihre Lippen umspielt, dann denke ich mir auch so meinen Teil.
Natürlich würde keiner der Web 2.0-Pseudo-Götter/Entrepreneur jemals zugeben, dass er gebauchpinselt werden möchte oder ein überzogenes Ego hat, weil “wir ja alle Freunde und auf einer Hierarchieebene” – spätestens seit Facebook – sind, und: weil Hierarchie ist ja eh doof, uncool und “old school”. Neeeein, im Web 2.0 gibt’s ja sowas nicht, weil:
Wir sind Freunde.
Ommmmm-Shalalalalalaaaaaaaaaaaa-Aahhhooommmmmm-Shalllaaaaaaa.
Bienen, Blümchen, Feierabendbierchen!
Ommmmm-Shalalalalalaaaaaaaaaaaa-Aahhhooommmmmm-Shalllaaaaaaa.
Freunde, Klicks, PageImpressions!
Ommmmm-Shalalalalalaaaaaaaaaaaa-Aahhhooommmmmm-Shalllaaaaaaa.
Networking, Social Media, und: Connect!
Ommmmm-Shalalalalalaaaaaaaaaaaa-Aahhhooommmmmm-Shalllaaaaaaa.
Ökologisch, Green IT, Ökonomisch!
Ommmmm-Shalalalalalaaaaaaaaaaaa-Aahhhooommmmmm-Shalllaaaaaaa.
Tee, Kaffee, LSD.
Ommmmm-Shalalalalalaaaaaaaaaaaa-Aahhhooommmmmm-Shalllaaaaaaa-lalalalalalala-lalala-lala la la — la.
“Glücklich grinsende Grinsefrettchen sitzen glücklich glucksend und gackernd auf der Wiese” – kommt mir da weiter so in den Sinn. Politisch vollkommen inkorrekt – macht aber nichts. Aber ich schweife ab. Was ich sagen wollte: viele heiße Worte um nichts. Können tu’ ich das wohl auch, aber ich wende es wohl nicht ganz so häufig an, wie viele dieser vermeintlichen Alphablogger und wie sie sich so alle schimpfen, und die eigentlich nur ein Thema haben: Web 2.0 Mit anderen Worten: Web 2.0-Leutchen kümmern sich um Web 2.0-Leutchen, damit die Web 2.0-Leutchen sich besser fühlen und das Web 2.0 (eigentlich ist dieser Satz ein Versuch möglichst häufig das Wörtchen “Web 2.0″ in einem Satz unterzubringen) aufrecht zu erhalten. Ach, nicht? Moment, lasst’ mich mal eben einen weiteren Erklärungsansatz suchen… – Nein, besser nicht.
Und was ich eigentlich mit diesen Text sagen wollte: Lasst mich doch alle mal in Ruh!
- Schlüssel einer Mietwohnung + Postkasten gefunden. Hausmeister ist natürlich im Urlaub. Jetzt darf ich dann mal ‘nen Ausdruck für sämtliche Häuser + Seiteneingänge basteln, wer denn so seinen Schlüssel vermisst.
- Shell hat mir eine exklusive Einladung zum V-Power Club geschickt, weil ich mind. 30 l V-Power/Monat tanke. Hach, vielen Dank an die Stelle, die uns dieses 10%Ethanol-im-Benzin-Gemansche beschert hat und mich zum teuren V-Power greifen lässt und mir jetzt Zugang zum exklusiven V-Power-Club ermöglicht. Danke, danke, danke! *verbeug*
- Gerade eben habe ich (zu Fuß) einen Einkauf erledigt. Rucksack gefüllt mit 9 Flaschen (a 1.5l) Wasser (= 13.5 kg), 2 l Milch (= 2 kg), 0.5 kg Kirschen, je 0.25 kg Kirschen + Tomaten, außerdem 1.5 kg Duschdas, einer leeren Flasche, Haushaltsgummiringen, ‘nem Geldbeutel und Kleinscheiß. Macht also insgesamt so ca. 18 kg + unbekanntes Gewicht + Gewicht vom Rucksack. Offensichtlich haben die Soldaten der nahegelegenen Kaserne gerade Feierabendeinkäufe gemacht, jedenfalls habe ich ihre Aufmerksamkeit auf mich gezogen. Oder auch: Mensch, wieso hat mir das früher eigentlich keiner gesagt, dass ich, wenn ich die Aufmerksamkeit von Männern will, einfach nur viel Wasser in meinen Rucksack packen und einen etwas leidenden Gesichtsausdruck machen muss? – Wenn ich das ma’ gewusst hätte… ^.^
Wer hier eine tödliche Mischung aus Ironie, Sarkasmus und Zynismus findet, möge diese fachgerecht entsorgen. Danke für Ihre Aufmerksamkeit.