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Die Einsamkeit der Morgenstunden

P1010022Inzwischen wird es schon wieder recht spät hell, dafür aber natürlich auch recht früh dunkel: der Sonnenaufgang ist Würzburg (für heute, den 7.9.2010) für 6:44 Uhr gemeldet. Die Dämmerung zur Morgenstunde beginnt ab 5:31 Uhr, die Abenddämmerung beginnt um 21:04 Uhr. Der Sonnenuntergang findet um 19:52 Uhr statt. Die Tageslänge beträgt also 13 h und 7 min.

In weniger als zwei Wochen, nämlich am 17.9.2010, ist der Sonnenaufgang sogar schon bei 7:00 Uhr angelangt. Bald kommt wieder die Zeit, zu der man morgens in der Dunkelheit aufsteht, und abends in der Dunkelheit nach Hause kommt. Ich muss sagen, ich mag diese Zeit nicht wirklich.

Das heißt also für mich, dass ich vor Sonnenaufgang auf der Arbeit herum sitze. Heute Morgen erlebt ich tatsächlich die ersten glühenden Streifen am Himmel mit. Es sah aus, als ob der Himmel in Flammen stünde. Einen Vorteil hat die Dunkelheit frühmorgens: es ist kaum ein Mensch unterwegs und alles wirkt “gedämpfter” und ruhiger. Frühmorgens in die Arbeit zu gehen hat auch einige Vorteile mich: es ist die Tageszeit, an der ich im produktivsten bin, weil es dann tatsächlich möglich ist unterbrechungsfrei/ungestört zu arbeiten. Ein weiterer Vorteil ist, dass man natürlich früh(er) gehen kann – v.a. im Winter von Vorteil…

Nichts zu sagen

Immernochnicht. Aber damit ihr merkt, dass an diesem Ende der Leitung noch jemand sitzt dieser Eintrag. Also zu sagen hätte ich schon was, aber ich mag/kann nicht. Wozu auch?

Lang ist’s her

…seit ich aus einem Kino treten konnte, in Richtung Himmel blickte und dort Sterne entdecken konnte. Noch viel länger ist es her, dass ich mich anschließend ins Auto setzen konnte, und dort auch innerorts noch Sterne am Himmel entdecken konnte, von außerorts ganz zu schweigen. Minutenlang fahren, ohne einer Menschenseele, einem Auto etc. zu begegnen – auch das kam, sehr, sehr, sehr lange Zeit, eine gefühlte Ewigkeit, nicht mehr vor. Es war wie einen alten guten Freund wieder zu treffen, den man verloren glaubte… Stille, Weite, Dunkelheit, Einsamkeit, Sterne. Ich vermisse das schmerzlich. Mir fehlt es. Kann ich das wiederhaben? *seufz* <Gedanken ins unendliche Nichts gesendet.>

Passend dazu habe ich eine Melodie im Kopf, von “Wir sind Helden – Darf ich das behalten?”

Ich geb dir meinen Verstand dafür
Ich geb dir mein Wort, ich will
Für immer stumm sein, aber
Nimm das nicht fort von mir
Ich weiß, du nimmst alles
Was du willst zu dir
Aber das hier bleibt hier

Darf ich das behalten
Ich brauche nichts mehr
Darf ich das behalten
Ich geb alles her
Darf ich das behalten
Ich brauche nichts mehr
Ich brauche nichts mehr als das
Ich brauche nichts mehr

Sommer

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Man kann jetzt nicht mehr behaupten, dass “der Sommer dieses Jahr ja nie kommt”…Inzwischen hat es übrigens 29 °C, morgens um 11… MOEP! ;-)

Besuch bei einem alten Freund

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Heute habe ich einen alten Freund besucht. Den großen Schimmel, welcher auf dem Foto zu sehen ist: Remy.

Als ich ihn kennenlernte (irgenwann vor 2005), ein nicht ganz unkompliziertes Pferd. In der Box war er bissig, beim Putzen und Satteln sowieso. Dank seiner Größe hatte er auch einen sehr raumgreifenden Trab, was das Aussitzen schwierig machte. Anfangs hasste ich es auf Remy zu reiten. Nach und nach rauften wir uns aber zusammen.

Nach dem Zusammenraufen wurde das Verhältnis immer besser. Ich konnte seinen Trab aussitzen, mit ihm Springen etc. und er machte, was ich von ihm verlangte ohne zu murren: das Reiten auf ihm machte Spaß. In der Box besserte sich das Verhältnis zwischen mir und dem weißen, großen Pferd ebenfalls: er blubberte mir entgegen, wenn ich den Stall betrat, um mich zu begrüßen. Beim Putzen legte er ab und zu noch die Ohren an, drohte aber nicht mehr mich zu beißen. Er stand öfters ganz entspannt und gelassen, auch mit gekreuzten Beinen, wenn ihm langweilig war, in der Stallgasse und döste, wenn ich ihn putzte. Remy ließ sich von mir Kraulen, war mir gegenüber richtig verschmust und ich konnte die Box betreten, wann ich wollte, ohne gebissen zu werden. Das große, weiße Pferd namens Remy hatte Vertrauen gefasst.

Das ging so weiter, bis ich 2005 in den Urlaub flog. Danach hätte ich ihn mieten wollen, um 2 Mal/Woche auf ihm zu reiten. Der Besitzer meinte “nein”, und es sei zu wenig häufig, und würde nicht rentieren und außerdem: “Nein!”. Ich flog 2005 also mit meinem Ex-Freund in den Urlaub, und unterbrach meine Reitstunden für 2 Wochen…

Als ich wieder nach Deutschland kam, kam allerhand Zeug dazwischen, und ich kam nie dazu mich wieder zu den Reitstunden anzumelden. Irgendwann – wohl 2006 – habe ich entdeckt, dass das “Reitschule XY”-Schild nicht mehr da war. Mir schwante Böses und ich hatte Angst Nachforschungen anzustellen. Nachforschungen darüber, was denn mit den Pferden geschehen war.

Oktober 2009 entschloss ich mich dazu die Nachforschungen anzustellen, weil es sich immer noch nach “Remy im Stich gelassen haben” anfühlte. Erste Anlaufstelle: ein Forum, Kategorie: “Pferd gesucht”. Ich fand dort raus, was mit Remy geschehen ist, und wo er wohl noch stehen könnte. Letzte Woche fand ich endlich den Mut zum Telefonhörer zu greifen und anzurufen, heute war ich dann beim “neuen” Stall.

Die “neue” Besitzerin machte einen netten Eindruck, der Hof ist gepflegt, sauber, toll und ein Pferdeparadies mit *richtig VIEL* Platz! Koppelgang mit anderen Pferden, geräumige Boxen mit Blick nach draußen, und ein Platz bis zum Lebensende! Aus dem bissigen Pferd wurde ein aufmerksames, freundliches Tier! Ich muss sagen: ich bin verdammt froh, dass es so für ihn ausging!

(Kommentare deaktiviert, führt sonst eh nur zu blöden Kommentaren…)