Mit sehr wenig zufrieden

February 21st, 2012 || 0 comments

Momentan bin ich SEHR genügsam und bin glücklich, wenn ich die folgenden Dinge habe:

  • lecker Essen (= Essen, das ein Mindeshaltbarkeitsdatum von unter einem Jahr hat…)
  • Wasser
  • ‘ne Dusche
  • mein eigenes warmes, weiches, kuscheliges Bett
  • frisch gewaschene Klamotten an mir dran

Und dann noch die kleinen Luxusdinge des Lebens: Musik, Kaffee, Tee, Sonne und Vogelgezwitscher und ich bin der glücklichste Mensch auf diesem Planeten, der gerade die ganze Welt umarmen könnte.

Jetzt noch ‘n paar Tage mit so 7.5-12 h Schlaf… Momentan enden die Augenringe gefühlt irgendwo im Hinterkopf, so kurz vor Durchbruch der Schädeldecke am Hinterkopf und der Stress der vergangenen Wochen fällt langsam ab;  die Stresshormone pendeln sich langsam aber sicher wieder auf Normalniveau ein, jetzt noch ‘n bisschen Bewegung an der frischen Luft, wenn die Sonne scheint, weniger Kaffee, … Und wenn die Stresshormone wieder komplett auf Normalniveau sind, die Stahlbetonplatten in meinen Schultern wieder einem normalen Verspannungsniveau gewichen sind, die permanente Übelkeit durch das Zuviel an Stress der letzten Wochen verschwunden ist, ich den Koffeinentzug und die dadurch entstehenden Kopfschmerzen durch habe,  und ich endlich wieder beim Selbstverteidigungstraining war, dann werd’ ich mich wie neugeboren fühlen. Oder so ähnlich. :-)

Oh, und ‘ne normale Essgeschwindigkeit muss ich mir auch wieder antrainieren, momentan bin ich noch im “Dosen-/Mikrowellenfraß in Mikrowelle für 3 Minuten; ungesund aussehend/riechend/schmeckendes “”"Essen”"” mit seltsamer Konsistenz in unter 5 Minuten runterschlingen”-Modus. Der Humor hat auch etwas gelitten, der ist jetzt so der Kategorie “Humor ist, wenn’s weh tut!” zuzuordnen; ich mein: schwarz war er ja schon immer, aber nicht ganz so extrem.

Die Welt hat mich wieder. Zum Glück! Gestern musste ich die Welt erstmal wieder mit einer Erkundungstour durch Mainfrankens Nirgendwo neu kennenlernen, landete irgendwo zwischen Nirgendwo und Himmelstadt in einem sich auflösenden Faschingsumzug, und fuhr über eine Mainbrücke, auf der es aussah, als sei irgendwas Explosives in einer Mülltonne hochgegangen. Mit auf Tour waren zwei frisch gekaufte Musik-CDs, die ich im Auto richtig laut hörte, und die Sonne! – Ich freu’ mich drauf die Welt vor meinem Bürofenster endlich wieder öfter zu sehen!!! :-)

Danke an die Lautsprecher und die Kaffeemaschine, die den Dienst nicht quittierten und zu mancher Nachtstunde gute Dienste leisteten und den Hund, der gezielt meine Nähe suchte, manchmal nicht von meiner Seite wich, meine Aufmerksamkeit auch das ein oder andere mal auch gezielt auf sich zog, sich bereitwillig durchknautschen ließ, seine Streicheleinheiten auch immer wieder einforderte, und somit immer wieder als Anti-Stress-Hund gute Dienste verrichtete! :-) Danke auch an alle, die mich seelisch & moralisch unterstützten und mich ausgehalten haben!

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