deutsch schreibt und spricht sich zur zeit schwer. wenn ea sich dann mal spricht, dann mit “oestlichem” zungenschlag. ich nehme dialekt zu schnell an oder so. aber das nur vornweg.
jetzt wo ich gerade schreibe sitze ich mit meinem kindle am meer. ich bin vor touristen gefluechtet und “die bucht entlang in richtung mirna” gelaufen. weit musste ich nicht laufen um den supernervtouristen zu entgehen. sie verlassen das gelaende ja falls ueberhaupt nur zum sightseeing und nicht um zwei oder drei kilometer zu laufen. in eine richtung wohlgemerkt. bei so einigen sieht mn das deutlich. anyhow, hier unter meinem baum, in meiner bucht, ist kein mensch und ich hoere nur das zwitschern von voegeln und das plaetschern des meeres unter mene fuessen. jaja, tourist, so normal mit sightseeing und nur-pool-urlaub, das kann ich nicht.
gestern abend hat man das auch gemerkt. ich sass in der hintersten ecke des vollen und lauten speisesaals. nur mal eben essen holen. 20 minuten oder so angestanden. geduld. ruhe. lass sie draengeln. sie sind so [hektisch, deutsch||oesterreichisch, touristisch]. wieder am platz hatte ich gesellschaft. von busfahrern, die sich ebenfalls vor touristen versteckten. ich wurde erstmal gefragt fuer wen ich denn reiseleiterin sei. huch.
wir quatschten dann so ca 1.5h lang und laesterten ueber touristen. meine vermutung, dass viele deutsche angst haetten kein essen mehr zu kriegen, wurde bestatigt. das klischee, dass v.a. alte leute draengeln und hektisch sind, ebenfalls. kommentare am buffet konnte ich mir nicht verkneifen: “also manche hier scheinen ja echt angst zu haben dass sie gleich sterben. so sehr wie sie draengeln.” von manchen erhielt ich zustimmndes murmln oder reaktionen a la “ja, so wie manche aussehen haben sie es as dringend noetig sich mit dem essen [vor dem sterben] zu beeilen”. die worte “das letzte mahl” und “leichenschmaus” hing in der luft.
die busfahrer und ich waren uns einig dass wir nie so werden wollen, “sonst geb ich mir die kugel”. beruhigend. seh also nicht nur ich so. puh.
es ist aber schon lustig was ich alles erlebt und gesehen, beobachtet habe und fuer was ich gehalten wurde. und es it schoen wie man mir begegnet. ausser wie mir die touristen begegnen. auf mitleidige blicke der kategorie “ach guck a ma, desch oarme ding issch jo goanz aloahn! a mei, die aermschte. gudzi-gurr.” kann ich echt verzichten. aber ich hab gehoert dass man mit mir reden kann. aber dazu muesste man ja was sagen. die kroaten und slowenen koennen das, tun das und ohne diesen mitleidigen unterton, sondern offen, freundlich, neugierig, staunend, anerkennend. sie wissen nur am anfang noch nicht in welcher sprache sprechen weil ich so viel kroatisch wie moeglich spreche und so angepasst wie moeglich bin.
Du und Reiseleiterin? Aber du würdest deine Touris doch die nächsten Klippe runter…
Ich kann dich sehr gut verstehen, in der Art wie du Urlaub machst. Man hat doch nichts davon 2000 km wegzufahren und dann 2 Woche am Strand zu liegen. Land und Leute kennen zu lernen ist doch viel interessanter.
Wie gut ist denn dein Kroatisch jetzt? Gab sicher nochmal nen großen Schub, oder?
Das kommt drauf an, wie groß der Hunger gerade ist…
Nein, nicht wirklich. Touristenguide ist tatsächlich was, was ich mir vorstellen könnte. “Geduld du haben musst, junger Padawan” – Geduld habe ich. Zäh bin ich auch. – Fluchen täte ich zwar trotzdem innerlich immer wieder, aber mei, so isses halt 

Jep @ 2000 km und dann Strand
Kroatisch: besser als vorher, v.a. als ich dann mal anfing mich tatsächlich zu trauen mein Kroatisch (also die paar wenigen Brocken) zu sprechen. V.a. – man “hört” sich in die Sprache auch eher ein, wenn man im Land ist. Man lernt dann halt auch, dass oft nur Touristen “Dobra vec-mit-dach-er” sagen und die Einheimischen es meist zu einem “Wetscher” verkürzen. Ich hatte ja eben nur die “Survivalkitkroatischbrocken” mit ins Gepäck genommen/mir innerhalb ‘ner Woche ins Hirn getrichtert.