Minimalismus, oder wie jetzt?

July 29th, 2011 || 8 comments

Ich bin mit meiner Wohnung immer noch nicht 100 % zufrieden. Sie ist mir immer noch zu voll, zumindest an vielen Stellen. Heute hatte ich, nachdem ich heimgekommen bin, einen Anfall von “runter mit dem Zeug” und ich habe einige Poster und Postkarten, außerdem Kalender, die so an der Wand hingen, abgenommen. Jetzt habe ich noch einen einzigen Kalender, 2 Bilder (im Sinne von “Gemälde”) und ein Poster an den Wänden hängen. Für Wäsche falten, Waschmaschine ausladen, Gläser spülen, Staub wischen, Zeug von der Wand puzzeln, und einmal komplett die Wohnung durchsaugen habe ich 1.5 h gebraucht. Ich denke, dass das ziemlich flott war. Meine Wohnung ist inzwischen – objektiv betrachtet – sehr, sehr aufgeräumt, teilweise etwas “kalt” oder leer wirkend. Wer mich kennt, weiß, dass diese Ordnung, diese Struktur etc. neu ist. Ich habe eigentlich nur einen plausiblen Erklärungsansatz für meinen Sinneswandel: “HILFE! Ich muss von Aliens entführt worden sein” ;-)

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|| 8 Responses to Minimalismus, oder wie jetzt?"

  • Count Zero says:

    Also wenn dabei ne aufgeräumte Wohnung raus kommt will ich auch von Aliens entführt werden. Waren die Experimente schlimm?

  • owl says:

    Man musste Tag für Tag darum kämpfen den aktuellen Tag zu überleben… :-)

  • Count Zero says:

    Dafür muss man aber nicht von Aliens entführt werden. Oder meinst du mit Kämpfen so mit Schwertern und so?

  • owl says:

    Sie haben mir verboten darüber zu reden :-) Nein, ernsthaft: die Kunst eine Wohnung von – ja, was überhaupt? – Chaotisch war’s nicht, unordentlich manchmal, aber halt “zu voll” – zu “ordentlich/sehr aufgeräumt/recht leer/minimalistisch” zu bekommen ist, dass man einfach Stück-für-Stück aufräumt. Tag für Tag. Bis man den Zustand erreicht hat, den man anstrebt. Und dann nie, nie, nie wieder “einreissen” lassen. Bei mir ist jetzt das Ziel, dass ich meine Haushaltsarbeit in Zukunft in unter 1.5h/Woche erledigen kann, außer es fällt halt mal was Größeres an.

  • Missingno. says:

    Ich habe ja schon immer gesagt, dass eine kahle Wand auch eine Daseinsberechtigung hat. Man muss es ja nicht gleich übertreiben.

  • owl says:

    Stimmt, hast du ;-) Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich nicht genau *DEM* Zustand annähere. Ich überlege nämlich durchaus z.B. ziemlich viele Bücher zu verkaufen, bei denen ich mir sicher bin, dass ich sie nie wieder lese. Manche Bücher sind Schätze, Kulturgut oder sonstwie “heilig”, aber es gibt auch genügend, die halt einfach 08/15-Bücher sind.
    Was man nirgendwo sieht: den Inhalt meiner Küchenschränke, des Kühlschranks und des Tiefkühlfachs, außerdem des Speichers. Da plane ich auch noch deutlich zu entrümpeln/verschlichtern.
    Aus dem “Hamster + 2 Wellensittiche” wird wohl über kurz oder lang wohl ein “2 Wellensittiche” werden, dafür wird die Ecke, in der das Terrarium mit dem Hamster steht, frei werden. Falls die Sittichtiere dort hinpassen, kommen sie in diese Ecke und die Palme zieht um. Oder so. Vielleicht gibt’s aber auch ‘n Aquarium (vermutlich aber nicht) – falls doch, muss das aber echt “ordentlich” aussehen… Ein Zen Artist Nano Cube ginge schon in die richtige Richtung, ist aber auch noch nicht 100 % das, was ich will…
    Dieses ganze “Minimalismus”-Geseiere, das man so an allen möglichen Orten liest, geht mir dennoch ziemlich auf den Keks, v.a. weil viele der Leute auch sagen: “ich mag diesen “Lifestyle”, weil er mir ermöglicht möglichst schnell umzuziehen”. Ich mag nicht umziehen. Ich weigere mich diesen “Lifestyle” des Jobs, des Umziehens, des sonstwas-möglichst-mobil-und-trendig-Web2.0-Geseiere-Zeugs wegen zu machen – wie ich den Eindruck habe, dass es (zu häufig) passiert. Musste ich mal loswerden ;-)

  • Tom says:

    Sag mal bescheide, wann du deinen Kühlschrank entrümpeln willst. Ich bin mir sicher, das musst du nicht allein tun. ;)
    Ansonsten finde ich aufgeräumt und übersichtlich ja auch sehr praktisch. Aber mit den Monaten wirds immer voller. Da ist so ein Ausmisten wohl wirklich mal angesagt. Der Speicher sollte aber vorerst als Ablageort reichen. Man weiß ja nicht, ob man das eine oder andere nicht doch noch vermisst oder gar braucht.

  • owl says:

    Der Kühlschrank ist jetzt (quasi) leer – also nur noch Zeug, das nicht abgelaufen ist und auch nicht “in Kürze” abläuft drin ;-) Ich hab’ mir beim Salat-Vernichten Hilfe von Kollegen und meinen Eltern geholt. Das TK-Fach steht dann “demnächst” auf der “TODO”, ist aber nimmer viel drin (Gemüse halt) ;-)
    “Immer voller” ist so ‘ne Sache. Ich meide das jetzt, indem ich überhaupt garnicht mehr Chaos entstehen lasse und regelmäßig gucke, ob ich was verbessern kann/will und ggf. auf Dachboden oder zu meinen Eltern umziehe.

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