Ich war ja in Kroatien. Ich bin 125 km mit dem Rad durchs Land gefahren. Ich habe Geschichten von Einheimischen gehört. Ich habe einen Lost Place gefunden und fotografiert. Er hängt mir immer noch in den Knochen, auch Tage danach. Er war richtig, richtig, richtig bedrückend. Die Stimmung dort (und in dem Örtchen) war gespenstisch. Es werden die bedrückensten und extremsten Fotos, die ich bisher gemacht und veröffentlicht habe. Alles, was ich bisher hatte, war dagegen harmlos. Gerade bin ich dabei dieso Fotos zu bearbeiten. Mir schlägt’s etwas aufs Gemüt.
Lost Places Fotos demnächst
May 29th, 2011 || 0 comments || permalink
“Du hast doch ‘nen Schuss”
May 29th, 2011 || 5 comments || permalink
Ich weiß. Ich glaube “du hast doch ‘nen Schuss” oder “du spinnst” oder “du bist verrückt” oder “du bist (ganz schön) extrem” sind – v.a. im letzten dreiviertel Jahr – so Sätze, die ich von jedem meiner Freunde schon bisher mal mindestens einmal gehört habe. Sie meinen das durchaus positiv/liebevoll/neckend, jedenfalls nicht negativ.
Man kann ja auch auf positive/nette Art und Weise ‘n Rad ab haben, und ich hab’ das wohl. Ich bin halt vom ruhigen Kellerkind zur etwas wilderen Outdoornudel (die immer noch ruhig ist) geworden.
V.a. Dingen bin ich eine Frau der Kontraste: ich liebe es z.B. schweigend vor einer Tasse Tee zu sitzen und einfach mal nicht zu denken. Auf der anderen Seite kann ich auch vor Kreativität sprudeln, 100 000 Sachen zur gleichen Zeit denken, Leute mit Ideen erschlagen und aus mir herausgehen und reden. Ich mag reden und Menschen, und v.a. Dingen sind mir meine (guten) Freunde und Bekannten wichtig, die überall auf diesen Planeten verstreut sind. Ich liebe es draußen in der Natur zu sein – und ich liebe Technik, meinen Job etc. Ich träume davon einen Triathlon zu finishen und auf der anderen Seite hasse ich Wettbewerbe. …
Ja, ich bin anders – und das ist verdammt nochmal gut so.
Aus der Kategorie “dämliche Slogans”
May 28th, 2011 || 2 comments || permalink
Neulich auf der Autobahn einen LKW mit der folgenden Aufschrift gesehen:
“WE THINK FOOD”
Mein Kopf übersetzt automatisch: “Wir denken Essen” – mein Kopf fängt an zu rattern und die Frage “wie um alles in Welt kann man Essen denken?” kam mir unweigerlich in den Sinn.
Das Kopfkino ging weiter und die Fragen gingen in Richtung: “das ist jetzt ähnlich toll wie: “Wir denken Drogen” (die Werber?
) oder “Wir denken Verkehr” (unser Institut), oder “Wir denken Autos” (div. Automobilhersteller)” …
“Wir denken Essen” also. Schön. Es geht also um Essen. Wunderbar. Find’ ich gut sowas. Essen ist toll. Aber Essen denken?! Denkt beispielsweise Lindt Schokolade? Denkt EDEKA Lebensmittel? Und was macht man eigentlich, wenn man Essen, Schokolade, Autos, Verkehr denkt? Ruft man dann den Arzt? Oder geht man in Falle einer Werbeagentur zu einem Meeting mit einem Kunden oder in die nächste Kneipe um dort ein Konzept für ein Kundenprojekt auszuarbeiten?