~10 Jahre isses her, da habe ich einen kleinen Einblick in “das perfekte Leben” bekommen. Eine extreme Zeit, eine lehrreiche Zeit, eine aufwühlende Zeit. Eine Zeit, die ich immer noch irgendwo vermisse, und gleichzeitig verfluche. Eine Zeit, wie ich sie wohl kein zweites Mal erleben werde – hoffentlich und leider.
Eine Zeit, in der ich lernte, dass Grenzen im Kopf enstehen und das sind, was man überschreiten kann, und ich es oftmals machte. Eine Zeit, in der ich immer und immer und immer wieder versuchte (Tag für Tag) (ungmögliche) Dinge “klappen zu machen”.
Eine Zeit, bei der ich immer noch das Gefühl habe, dass ich “damals” einen kurzen “Auftritt” auf der “Bühne der Welt” hatte, die Manege sich nur für mich öffnete, und ich dann tanzen durfte. Den besten, perfektesten Tanz meines Lebens, Tag für Tag, für Tag für Tag, um ein einziges Ziel, das man vor Augen hatte, zu verfolgen.
Eine Zeit, der Extreme, v.a. extrem schnelllebig und laut, hart-brutal-und-wunderschön, dreckig-und-glamourös, düster-und-bunt. In einem Moment lebte man, um möglichst effektiv zu Coden, im nächsten Augenblick war man in Berlin. Oder Karlsruhe. Oder Wien. Oder man war auf einer Messe. Oder man überlegte auf Sachen rum. Oder man war mit dem Team in einer Bar. Oder man saß im letzten Zug nach Hause, und hoffte, dass die Bahn keine Verspätung hatte, damit man den Anschlusszug noch erwischte und nicht auf dem Bahnhof festhängt.
Eine Zeit, der ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegenüberstehe und bei der ich immer noch nicht weiß, wie ich sie beurteilen soll – Jahre danach.
Ich weiß nur eines sicher: dass ich das alles nicht wiederholen sollte – sagt mein Verstand.