Verkehrs- und Baustellenplanung in Würzburg

April 10th, 2010 || 5 comments || permalink

Würzburg kann’s! – NOT!!!

Ich habe noch keine – wirklich KEINE – Stadt gesehen, die so dermaßen neben der Spur ist, was Verkehrs- und Baustellenplanung angeht, wie Würzburg.

“Aktuell” – und “aktuell” dauert schon mehrere Wochen an – ist der Zeller Bock gesperrt, und das wird er wohl auch bis mindestens Ende 2013 bleiben, da der Zeller Bock aus “Sicherheitsgründen” gesperrt wurde. Der Berg kommt so stückchenweise runter. Als Nicht-Würzburger muss man wissen: der Zeller Bock ist eine Haupteinfallsstraße von den nörd-westlichen Landkreisen (“alles aus Richtung Schweinfurt, Karlstadt, etc. kommend”) in Richtung Würzburg.

Täglich fuhren wohl ~16 000 Autos über den Zeller Bock. Eine weitere Möglichkeit von diesen Landkreisen nach Würzburg zu kommen, ist die B27, eine zweispurige Bundesstraße, an deren Ende es a) auf den Stadtring geht, b) in Richtung Würzburger “Innenstadt” geht. Dummerweise ist die B27 v.a. im Berufsverkehr recht gut belastet. Soll heißen: Party-Mode::on, auf der B27, wenn Berufsverkehr herrscht. Wenn’s noch dazu irgendwo kracht, können wir das mit dem “Fahren” eh vergessen… Das war aber auch schon so, als der Zeller Bock noch auf war.

Erschwerend kommt hinzu, dass Würzburg nicht nur eine Einfallsstraße aus nord-westlicher Richtung weniger hat, sondern auch noch dummerweise ein Fluß zwischen einem Teil der nördlichen Landkreise und Würzburg ist. Doof, dass es außerhalb von Würzburg (wir erinnern uns: NACH Würzburg kommt man ja nur noch über die B27!) kaum Brücken gibt. Das heißt: ~25 km von Würzburg entfernt, nämlich in Karlstadt gibt es eine Brücke, außerdem in Zellingen, was ca. 20 km von Würzburg entfernt ist, und in Zell, was in ungefähr 5 km Entfernung liegt. Mit anderen Worten bedeutet dies: es verstopft sich JEDEN Morgen und JEDEN Abend (und wir haben ja bekanntermaßen Osterferien –> weniger Verkehr!) die Brücke in Richtung Würzburg. Die Polizei warnt im Übrigen schon für die nächsten Tage nach Ostern, dass man mehr Zeit mitbringen soll…

Weil es ja so schön ist, gibt’s derzeit in Würzburg immer neue Meldungen der Sorte: “ach, übrigens gibt es eine  neue Baustelle auf/in Straße XY”. Wir haben also hier an Baustellen:

  1. Unterdürrbacher Straße – Einmündung Alfred-Nobel-Straße, Nähe B27, WÜ-Unterdürrbach – Ende März bis Juli/August 2010
  2. Ursulinergasse – Innenstadt, Neubau Kloster, Vollsperrung – bis Sommer 2010
  3. Regenüberlaufbecken Ludwigkai – Innenstadt – bis Sommer 2010
  4. Löwenbrücke – Innenstadt, Wegfall von Parkplätzen, Verkehrsbehinderungen unbekannt – bis Sommer 2010
  5. Am Exerzierplatz/Weingartenstraße – Innenstadt,  eingeschränkte Fahrspuren, Verkehrsbehinderungen, Wegfall von Parkplätzen – vorauss. bis Mitte 2010
  6. Ebertsklinge – Vollsperrung/Teilsperrung, Stadtgebiet – vorauss. bis Mitte 2010
  7. Frankfurter Straße/Zeller Bock – Haupteinfallstraße aus nördlicher Richtung, Vollsperrung – mind. bis Ende 2013
  8. Stadtring Nord – weitere Haupteinfallstraße aus nördlicher Richtung (anderer Stadtteil als Zeller Bock) Vollsperrung/Teilsperrung – bis Anfang Juni 2010
  9. Stadtring Süd – weitere Haupteinfallstraße aus südlicher Richtung, Teilsperrung – vorauss. bis Juli 2010
  10. Weißenburgstraße zwischen Neunerplatz und Kreisverkehr Sedanstraße – Stadtbereich, Wegfall von Parkplätzen, Gehsteige und Straßen werden verschmälert – bis Mitte 2011
  11. Am Galgenberg/WÜ24 Richtung Gerbrunn – wichtige Durchgangsstraße, Universitätsnähe, Teilsperrung – Dauer: unbekannt
  12. Rottendorferstr./WÜ24 Höhe Händelstr. – wichtige Durchgangsstraße, Richtung Uni, Teilsperrung – Dauer: unbekannt
  13. Randersackererstraße – wichtige Durchgangsstraße Richtung Ochsenfurt,  Sperrung/Umleitung – Dauer: ~3 Wochen, Abschluß der Arbeiten auf dieser Strecke voraussichtlich Herbst 2011

Ach ja, pikantes Detail am Rande: es ist ja nicht so, dass das mit dem Zeller Bock etwa (siehe: “Sicherheitsbedenken”) erst kürzlich aufgetreten ist, oder so… Nein, das ist mindestens seit Februar 2002 bekannt, als DAMALS schon eine Stütztmauer einstürzte. Seitdem ist der Zeller Bock nur noch einspurig befahrbar. Seit 2002 sind nun sage und schreibe 8 Jahre vergangen, in denen die Würzburger Politiker genau eines getan haben: nichts. So richtig “nichts”, denn es ist bisher noch nicht einmal (abschließend) geklärt, wer denn für die Kosten aufkommen soll. Die Bebauungsgrundlagen wie z.B. “mit den Eigentümern reden” wurden auch nicht geschaffen, mind. einer hat nämlich noch nicht zugestimmt, dass die Stadt an seinem angrenzenden Grundstück bauen darf. Aber er hat wohl immerhin ein paar Tage vor Schließung des Zeller Bocks einen Anruf mit vergleichbarem Inhalt bekommen: “bestellen Sie Heizöl, bis mindestens 2013 haben Sie hierfür keine Gelegenheit mehr, da dann kein Laster mehr zu Ihnen durchkommt”. Na also wenn das nichts ist…

Ach ja, 2018 soll/will Würzburg übrigens eine Landesgartenschau austragen. Bucht doch schonmal einen Helikopter, auf den Straßen könnt’s nämlich eng werden.

24h Produktivität

April 10th, 2010 || 1 comment || permalink

… oder so. Gestern Abend habe ich mich hingesetzt, Finanzverwaltungssoftware ausgetestet und anschließend die Daten der vergangenen Monate eingegeben.

Meine Wahl fiel für eine “Haushaltsbuchverwaltung mit integriertem Online-Bankingmodul” übrigens auf Buhl WISO Mein Geld 2010 Standard, nachdem ich über StarMoney geflucht habe (das Interface ist unübersichtlich, überladen, und unkomfortabel, außerdem sieht Mein Geld auch moderner aus) und mir dachte “nee, dann kann ich gleich bei der MoneyManagerEX und Hibiscus/Jameica-Kombination bleiben”.

Ein sehr, sehr großer Vorteil von Mein Geld ist eindeutig, dass die Software schon viele Positionen “kennt” und automatisch richtig kategorisiert. D.h. z.B., dass “REWE” unter “Haushalt” kategorisiert wird, oder solche Sachen wie Abbuchungen von den Stadtwerken, Verwendungszweck: XYZ, STROM als “Strom” eingeordnet wird. Der arme Mensch, der die Regexp schreiben durfte ;-) All zu häufige Abstürze habe ich auch nicht, was bei meinem Talent ja ein echtes Qualitätsmerkmal ist. Falls ich doch mal ‘nen Absturz habe, ist es (hoffentlich) auch nicht so schlimm: man kann einstellen wie oft man sichern möchte (minütlich! z.B.) und wie viele Backupstände man aufbewahren möchte…

Nachdem ich also den Samstagmorgen bis ca. 00:30 vor dem Rechner saß und das Chaos der vergangenen Monate versuchte zu beseitigen (darf ich an dieser Stelle auf den Datenverlust durch einen Bug hinweisen?) dachte ich mir: “dann kann ich auch gleich die Steuererklärung machen” (nach dem Aufstehen, wohlgemerkt). Machte ich dann auch. Jetzt muss ich sie nur nochmal in Ruhe überprüfen, und abgeben! Juhu, ein Jahr Ruhe!!!

Um etwas, was ich schon ca. 2 Jahre rausgeschoben habe, habe ich jetzt auch angefangen mich zu kümmern. Vielleicht klappt es jetzt tatsächlich mal… Wir werden sehen…

Nach dem Öffnen des Handbuchs für WISO Mein Geld weiß ich jetzt im Übrigen, wie saubere, verständliche Dokumentation auszusehen hat. Ich werde diese Erkenntnis und dieses Handbuch als Inspiration nutzen.

Erwähnte ich eigentlich je, dass ich es als Herausforderung empfinde, eine gute (Software-)Dokumentation zu erstellen? – Ihr dürft mich jetzt ruhig “seltsam” nennen, aber es ist einfach irgendwo befriedigend einer Arbeit nachzugehen, bei der man akribisch sein muss, verschiedene Blickwinkel einnehmen muss.

Ich glaube es sind Fragen, wie die folgenden, welche man – oder zumindest ich – sich stellt, wenn man schreibt: Was sind das denn überhaupt für Leute, die das Handbuch lesen werden und welche Kenntnisse haben sie? Verstehen sie das, was ich da schreibe? Ist das, was ich schreibe, detailiert und verständlich genug? Wie könnte ich es für Zielgruppe 1 verständlicher erklären? Stimmt denn überhaupt noch, was bisher in der Dokumentation stand? Kann ich das irgendwie kaputtspielen? Kann der Kunde irgendwelche seltsamen Phänomene hervorrufen, wenn er sich nicht exakt an die Doku hält (oder noch schlimmer: wenn er sich exakt an die Doku hält, aber die Software sich nicht an die Doku hält (Bugs!!!))…

Qualität zahlt sich aus

April 9th, 2010 || 0 comments || permalink

Nachdem ich vor ~2 Wochen meinen MP3-Player und meine In-Ear-Stöpsel eine Wäsche in der Waschmaschine (“Schonwaschgang, Feinwaschmittel, 30°C”) unterzog (hatte sich mitsamt den Ohrenstöpseln im Futter der Jacke versteckt!), habe ich es gestern erstmals wieder gewagt den MP3-Player anzuschalten. Und, oh Wunder! – er funktioniert! Alle Buttons leben noch, USB ebenfalls, Akku ist auch ok, Sound tropft auch raus, und einzig das Display hat leichten Schaden genommen (die rechte untere Ecke ist ein wenig dunkler, aber man sieht immer noch, was dort steht!). Es handelt sich bei diesem Gerät übrigens um einen Philips GoGear 2GB  von – k.A. 2005-2007 irgendwann vielleicht? Modellnr. ist leider unbekannt. Meine Ohrstöpsel sind Sennheiser CX55 von 2007 und leben auch noch…

Als Ersatz für mein gestorbenes Razr V3i (es brach in der Mitte außeinander, Tastatur und alle anderen Funktionen sind aber noch intakt!!!), meinen MP3-Player und meine Kophörer – bevor ich wusste, dass mein MP3-Player (und die Kopfhörer) überlebte(n) – kam mir ein SonyEricsson W995 (aus der “Walkmen”-Reihe von SE) ins Haus. Sehr sexy Handy mit allen Features, die ich so will – und noch ein bisschen mehr. ;-) Das heißt: hohe Musikqualitäten, 8.1 MP Kamera mit “Blitz”, (a)GPS, Quadband… Telefonieren kann man damit übrigens auch, sogar mit ausgezeichneter Qualität.

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