… oder so. Gestern Abend habe ich mich hingesetzt, Finanzverwaltungssoftware ausgetestet und anschließend die Daten der vergangenen Monate eingegeben.
Meine Wahl fiel für eine “Haushaltsbuchverwaltung mit integriertem Online-Bankingmodul” übrigens auf Buhl WISO Mein Geld 2010 Standard, nachdem ich über StarMoney geflucht habe (das Interface ist unübersichtlich, überladen, und unkomfortabel, außerdem sieht Mein Geld auch moderner aus) und mir dachte “nee, dann kann ich gleich bei der MoneyManagerEX und Hibiscus/Jameica-Kombination bleiben”.
Ein sehr, sehr großer Vorteil von Mein Geld ist eindeutig, dass die Software schon viele Positionen “kennt” und automatisch richtig kategorisiert. D.h. z.B., dass “REWE” unter “Haushalt” kategorisiert wird, oder solche Sachen wie Abbuchungen von den Stadtwerken, Verwendungszweck: XYZ, STROM als “Strom” eingeordnet wird. Der arme Mensch, der die Regexp schreiben durfte
All zu häufige Abstürze habe ich auch nicht, was bei meinem Talent ja ein echtes Qualitätsmerkmal ist. Falls ich doch mal ‘nen Absturz habe, ist es (hoffentlich) auch nicht so schlimm: man kann einstellen wie oft man sichern möchte (minütlich! z.B.) und wie viele Backupstände man aufbewahren möchte…
Nachdem ich also den Samstagmorgen bis ca. 00:30 vor dem Rechner saß und das Chaos der vergangenen Monate versuchte zu beseitigen (darf ich an dieser Stelle auf den Datenverlust durch einen Bug hinweisen?) dachte ich mir: “dann kann ich auch gleich die Steuererklärung machen” (nach dem Aufstehen, wohlgemerkt). Machte ich dann auch. Jetzt muss ich sie nur nochmal in Ruhe überprüfen, und abgeben! Juhu, ein Jahr Ruhe!!!
Um etwas, was ich schon ca. 2 Jahre rausgeschoben habe, habe ich jetzt auch angefangen mich zu kümmern. Vielleicht klappt es jetzt tatsächlich mal… Wir werden sehen…
Nach dem Öffnen des Handbuchs für WISO Mein Geld weiß ich jetzt im Übrigen, wie saubere, verständliche Dokumentation auszusehen hat. Ich werde diese Erkenntnis und dieses Handbuch als Inspiration nutzen.
Erwähnte ich eigentlich je, dass ich es als Herausforderung empfinde, eine gute (Software-)Dokumentation zu erstellen? – Ihr dürft mich jetzt ruhig “seltsam” nennen, aber es ist einfach irgendwo befriedigend einer Arbeit nachzugehen, bei der man akribisch sein muss, verschiedene Blickwinkel einnehmen muss.
Ich glaube es sind Fragen, wie die folgenden, welche man – oder zumindest ich – sich stellt, wenn man schreibt: Was sind das denn überhaupt für Leute, die das Handbuch lesen werden und welche Kenntnisse haben sie? Verstehen sie das, was ich da schreibe? Ist das, was ich schreibe, detailiert und verständlich genug? Wie könnte ich es für Zielgruppe 1 verständlicher erklären? Stimmt denn überhaupt noch, was bisher in der Dokumentation stand? Kann ich das irgendwie kaputtspielen? Kann der Kunde irgendwelche seltsamen Phänomene hervorrufen, wenn er sich nicht exakt an die Doku hält (oder noch schlimmer: wenn er sich exakt an die Doku hält, aber die Software sich nicht an die Doku hält (Bugs!!!))…
urghl. Ja. Steuer. Bislang erfolgreich prokrastiniert