Murphy ist ein Arsch#339

August 21st, 2009 || 0 comments

Eigentlich habe ich keine Lust zu schreiben, tu’ es dennoch – dem Petschge zuliebe, der mich dazu genötigt hat (nein, nicht ganz so schlimm) zu schreiben mich auszukotzen ;-)

Heute morgen vieeeeeeeeel zu früh (gefühlt) auf der Arbeit gewesen (07:00), dem Server das Händchen gehalten. Bis Mittags eigentlich alles wichtige erledigt, und so nahm ich mir vor um 13:00 das Büro zu verlassen. Um 12:55 füllte ich dann den Arbeitsbericht aus – und triggerte Fehlermeldungen. W.U.N.D.E.R.V.O.L.L.

Die nächsten 1,5 h verbrachte ich dann damit mich mit dem Arbeitsbericht zu befassen – also dem Programm dazu, außerdem der Datenbank. In der Datenbank war nichts, was irgendwie seltsam aussah. Meine User-ID mit Text usw. war eingetragen. Ja Wahnsinn! Glaubt man kaum. Aber wieso war da die falsche Uhrzeit eingetragen?! ^^ Programm geschlossen. Programm geöffnet. “Häh, wieso heiß ich jetzt, wie der Kollege?! Und wieso seh’ ich nun die Einträge des Kollegen?!!” Rechner rebooten. Programm öffnen. Identitätskrise des Programms wieder miterleben. Na vielen Dank auch. Registry durchsucht, nichts gefunden. In den Untiefen des Windows-Profils gewühlt und letzten Endes gefunden, was ich suchte: Verzeichnis geleert, Einstellungen neu vorgenommen. Juhe! Ich bekomme wieder einen Auswahldialog, wo ich mich selbst auswählen kann. Programm geschlossen. Programm gestartet: Ich bin wieder der Kollege. Wieder das Verzeichnis gelöscht, wieder mich selbst ausgewählt – in das Beschreibungsfeld “asdf” eingetragen, gespeichert. Programm geschlossen. Programm gestartet: Ich bin wieder ich! – Es kommt zwar dennoch eine Exception, aber ich bin wieder ich! ;-) Juhu! Und das, nach nur 1,5 h…

Es war also nicht 13:00, sondern 14:30, als ich das Büro verlies. Statt den -0.75 h habe ich +0.75h gearbeitet – Vorzeichenfehler. Vorzeichenfehler passieren. *grummel*

Etwas säuerlich komme ich nach Hause und will ins Haus, als mir ein Zettel an den Klingeln der Wohnanlage auffällt: “Fr. D.”, Paketzustellungsdingens von DPD. “Oh Scheiße”, denk ich mir, gucke auf den Zettel und sehe eine Rufnummer, die ich daraufhin anrufe. Das Depot ist ca. 500 m Luftlinie von der Wohnanlage entfernt. Einmal über die Landstraße, über die Mainwiesen und einmal durch den Main schwimmen, und man ist dort… Man hat also die heimliche Hoffnung, dass man doch noch zu seinen endlich gefundenen Nike Free 3.0 II Sportschuhen kommt. Der Mann am anderen Ende der Leitung, der Stimme nach zu urteilen schon jenseits der 50, meint “heute nicht mehr, der Fahrer kommt zu spät zum Depot zurück, der Depotshop hat nur bis 17 Uhr geöffnet”. Das Ende vom Lied war: es wird jetzt an die Firma zugestellt, und zwar am Montag. Ich hätte also mir die Mühe sparen können, das Ganze extra nach Hause schicken zu lassen, dann hätte ich heute morgen meine Sportschuhe in den Händen gehalten. Dass das Depot nicht am Sa. wenigstens bis um 12 geöffnet hat, und eine Zustellung auch nicht Samstags stattfindet, finde ich doof und kundenunfreundlich.

Nachdem ich noch zum Sport wollte, fuhr ich also, etwas frustriert weiter in Richtung Würzburg. Ca. 2 km von meinem Haus entfernt begegnet mir ein verdammter DPD-Laster. Oh Murphy, du bist ein Arsch!

Beim Sport angekommen, stelle ich fest, dass ich das Handtuch wohl vergessen habe. Na ganz toll…Als ob das nicht genug wäre, musste ich danach auch noch im Abenteuerland (auch das berühmt-berüchtigte, schon mind. einmal verbloggte “Würzburger Problemviertel”) einkaufen. Menschen, es wimmelte nur so von Menschen – und das an einem Freitagnachmittag gegen 16 Uhr. Viele übergewichtige, schwitzende Menschen v.a., die sich überall vorbeidrängelten. Glitschige, ekelige, schwabbelige Arme an meinen nackten Armen. Igitt!

Heimgefahren. Auf die Couch geschmissen. Nicht Spannendes mehr passiert. Zum Glück. – Ich glaube ich bin gerade zu friedlich und zu müde, um ordentlich zu ranten. ‘tschuldigung, Petschge. Der Wind in den Haaren, der Regen in der Nase und die angenehme Frische, die vom Fenster reinkommt, macht einfach – ruhig, entspannt. Die Nacht tut ihr übriges.

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