Tag 2: Draufrumdenken

August 2nd, 2009 || 0 comments

Will ich das Rad kaufen? – Ich glaube: ja, aber ich brauche so ein paar Dinge. Sowas wie einen bequemen Sattel z.B. – und wohl gleich noch eine gefederte Sattelstütze dazu. Außerdem hätte ich gerne Beleuchtung am Rad, Schutzbleche wären auch ganz nett, so hin- und wieder. Beleuchtung + Schutzbleche habe ich ja eigentlich “passend” für ein MTB in Würzburg rumfliegen – bräuchte ich also eigentlich nur die Halterung. Hrm. Gibt es auch, für kleines Geld: ~8 Euro für 2 Halterungen… Im Prinzip gibt es wohl auch ein Propfenset (~9 Euro) für mein Schutzblech/Vorderrad. Beim Hinterrad muss ich ohnehin nur das hintere Schutzblech um die Sattelstütze rumkriegen und alles ist gut. Vielleicht noch ein Schloss – und da kommen wir an den Punkt, an dem ich mir denke: “ihr spinnt doch alle”. Ich las was von unterschiedlichen Sicherheitslevels bei Schlössern. So weit, so logisch. Jedoch habe ich mir exemplarisch mal bei ABUS angeguckt, was denn so in die Bewertungen für “Sicherheitslevels” so reinspielt:

  • 75 % Sicherheitsaspekte
  • 20 % Komfortausstattungen
  • 5 % Design

Äh, bitte was? Design? DESIGN?!!! Komfortausstattungen wie Schlosshalter? Brauch ich das, braucht das irgendwer wirklich? Und was haben die beiden letztgenannten Punkte (Komfortausstattungen, Design) bitte mit Sicherheit zu tun? ^^ Dass ein Schloss net hakelig aufgehen soll ist klar, aber Halterungen – oder noch schlimmer: bedienerfreundliche Formen? – waaaaaah! Jetzt denke ich weiter: 25 % DAU-Getüdel, sind garantiert Faktoren, die mit in den Preis reinspielen. Wenn ich weiter überlege möchte ich schreien, oder aber mich heimlich, still und leise in eine dunkle Ecke verkriechen, auf- und abwippen und leise vor mich hinleiden denke ich mir, dass vermutlich Tests “am lebenden Objekt”, so genannte Kundenbefragungen, durchgeführt wurden, und das zu einem erhöhten Preis durch mehr Marketing etc. führte… Können wir an dieser Stelle bitte einfach mal anfangen mit unbequemeren, aber funktionierenden, sichereren Lösungen zu erschwinglicheren Preisen zu leben? Bitte, bitte, bitte!

Nun, nächster Punkt: nach ausführlichem Studium div. Websites/Onlineshops habe ich rausgefunden, was ich wahrscheinlich so möchte: einen Sattel, der in der Mitte quasi “gespalten” ist, sodass man gute Chancen hat tatsächlich eher auf dem Hintern/Gesäßknochen (die werden es mir sicher nicht danken) zu sitzen. Da ich aber bekanntermaßen neugierig bin, habe ich noch so ein bisschen rumgeguckt und sah einen Fahrradsattel für 369 Euro. Das ist mehr Geld als das MTB, das ich fahre, aktuell Wert ist… Wer bitte zahlt einen solchen Preis für einen Fahrradsattel und benötigt eben einen solchen Fahrradsattel tatsächlich? Ist dieses ultraflache Ding wirklich sein Geld wert und bequem?

Die nächste Frage: welche Sattelstütze will man denn so? – Eine, die möglichst nicht/wenig mitschwingt, immerhin will ich damit durch den Wald fahren und brauche noch immer Gefühl für mein MTB! Einsatzbereich: Wald + Straße, auch über größere Distanzen. Was nimmt man da am Besten? Sitting Bull Fool Bull oder besser gleich die Crazy Bull? Und falls ja: wie wird darauf ein Sattel befestigt? ^^

Und ein Vorbau muss wohl auch noch sein, denn der verwendete ist definitiv nicht schwenkbar…

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