Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris
Rilke – die einzige Erinnerung an eine sonst langweilige Schulzeit auf der “Fronhofer”…
*g* Bei mir eines der wenigen Gedichte, an deren Titel ich mich überhaupt noch erinnere – vom Inhalt mal garnicht erst zu reden… Nunja, ich kenn’ noch “Das Büblein auf dem Eis” von Friedrich Güll. Müsste 2. Klasse (vielleicht auch 1.) gewesen sein… Damals…