Mensch – Maschine

February 11th, 2008 || 0 comments

Dumpfes Stampfen der Maschine,
die Zeit vergeht langsam,
jede Sekunde – lang-sam.
Die Geräusche der Maschine,
die gleichmäßig vor sich hinarbeitet
erinnert an einen Sekundenzeiger
einer tickenden Uhr.
Eins, Zwei – Eins, Zwei

Die Zeit schleicht langsam voran,
will gleichzeitig doch kein Ende nehmen.
Täglich schleppe ich mich weiter -
routiniert irgendwie -
wie eine Maschine.
Nur um den vermeintlichen “Sinn”
eines Lebens zu erfüllen, das so
leer ist, wie das meinige.

Aufstehen, in die Arbeit fahren,
arbeiten, “heim”fahren, essen, lesen, schlafen.
Der darauffolgende Tag naht -
rückt immer näher.
Mein Körper verlangt einfach nur nach Schlaf -
nimmt man ihn sich, wenn nötig. -
Man kann sich schließlich keinen Ausfall
in der Gesellschaft, deren Werte sinnlos sind,
erlauben.

Die Maschine Mensch hat zu funktionieren -
Wie das Gerät der Fabrikhalle.
Tagein, Tagaus.
Leben um zu leben. Das Forbestehen der Menscheit
zu gewährleisten. Eine Aufrechterhaltung der Gesellschaft.
Kultur. Sozialsystem. Was-auch-immer.

Fällt man für längere Zeit aus,
leistet man nicht, was erwartet
wird, wird die Maschine Mensch
aussortiert. Gnadenlos.
“zu alt”, “zu krank”, “zu ungebildet” -
Faule Ausreden mit denen man abgespeist wird.
Man kann sich nicht dagegen zur Wehr setzen;
ist nur ein kleines Rad im Getriebe,
ein Rad dessen Ausfall nicht bemerkt wird -
man kann es schließlich ersetzen, austauschen.

Als die Maschine anfängt zu stocken,
und schließlich ganz den Geist aufgibt,
wird sie sorglos auf die Sondermülldeponie gebracht.
Ein Ersatz ist ja bereits gefunden.
Was Neueres – Moderneres.
Noch leistungsfähiger.

Und die Maschine steht still
auf der Deponie und wartet
auf das Ende. Kalt. Gefühllos.
Zeit vergeht. Wartet.
Nichts tut sich.
Änderung.
Maschine tot.
-
AUS!

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