Ungefähr so flexibel wie – ohne Worte – scheinen Beamte, die als Wohnungsvermittler eingesetzt werden, zu sein. Zumindest war das “meiner” heute. Nachdem ich dem seit so ca. Di. hinterher gerannt bin, und versuchte auf dem Handy zu erreichen, schaffte ich heute endlich das schier Unmögliche: den Mann an die Strippe zu bekommen. Das war so gegen 09:30. Da ich so schnell wie möglich eine Wohnung möchte, und außerdem nur begrenzte Zeit habe, um mir diese Wohnungen anzugucken, wollte ich heute einen Termin. Man sollte meinen, dass das um 09:30 noch möglich sei.
Jedenfalls rief ich um 09:30 an, und musste mir anhören: “Ich hab’ immer Führungen durch die Wohnungen, so zwischen 10:30 und 12:00 – Rufen Sie mich morgen um 08:00 an, um einen Termin für diese Zeit zu bekommen, weil wenn ich das anders mache, komm ich immer so raus.” – Ich schilderte dem guten Mann kurz meine Lage und fragte nach Terminen “mittags, nachmittags, abends” – “Das ist ganz schlecht. Da hab’ ich Schulung” – “Nein, immer so zwischen 10:30 und 12:00″ – Ich nervte den guten Mann weiter: “Rufen Sie mich nochmal um 12:00 an”.
Ok. Es ist 11:57 – ich rufe an: keiner geht ran. 11:59: keiner geht ran. 12:00 – endlich. Ein Beamter, der meinte, dass er heute keine Zeit hätte, aber er evtl. mit dem Hausmeister das abklären könnte, damit man in die Wohnungen kommt. Ich soll mich doch nochmal um 14:30 melden, weil er grade in einer Schulung ist.
Ok. 14:30 also – ich rufe an. Diesmal geht gleich einer ran. “Können Sie bis um 15:00 in Veitshöchheim sein”? – “Können wir.” – Die Mägen hingen quer und mich rettete eigentlich schon nur ein Kaugummi vom Zusammenklappen etc. aber wir können nach Veitshöchheim.
Dort angekommen, empfängt uns dann, nachdem wir im Auto warteten, der Hausmeister zur angegebenen Zeit vor dem Haus. Wunderbar. Soweit, so schlecht. Die Schlüssel waren alle schnell zusammengesammelt, man konnte also quer durch die Mietblöcke schlappen. Die Wohnungen waren ok, aber ohne Küche/Einbauküche, ohne Waschmaschine, ohne irgendwas – für zu viel Geld. Also nix für mich. Außerdem war mir der Hausmeister unsymphatisch, sein Büro stank nach Zigarettenrauch und eine gut gepflegte Alkoholfahne schlug mir entgegen – auch draußen. Erwähnte ich was von: “nix für mich”?