Ode an den Schlaf. Und so.

August 13th, 2007 || 0 comments

Ok, ok, nicht ganz ;) Aber heute ist ein toller Tag – auch wenn ich komisch drauf bin. Und überhaupt einiges schon wieder schief lief. Egaaaaaaaaaaal! Erstmal eine kurze Ode an den Schlaf und eine Abrechnung mit Leuten, die mir ins Leben reinreden wollen…

Ode an den Schlaf

Kopfkissen, oh geliebtes meines,
welches mich bettet, Nacht für Nacht,
wie viele Stunden hab’ ich schon auf dir verbracht?
Wie viele Stunden, nur mit dir, in trauter Zweisamkeit?
Kopfkissen, oh – ich liebe dich!

Ok, ich hör schon auf. Was ich eigentlich sagen wollte: ich bin ausgeschlafen und so. Ich ging quasi klinisch tot gegen 11:27 Uhr heute zu Bett, nachdem ich in der Nacht nur ~4,5 h Schlaf erwischt hab (ich arbeite zu viel, bin wohl etwas überehrgeizig und steck’ mir meine Ziele immer höher. Verdammt – das ist nicht gut, wenn man das nachts macht. Wirklich nicht.).

Ins Bett nahm ich jedenfalls meinen Laptop mit – der mir Musik lieferte, welche ich über Kopfhörer konsumierte. Kurz nach 12:00 bin ich wieder aufgewacht – furchtbar ausgeschlafen, froh, frisch, fidel und frech. Also ein Zustand, den ich seit viel zu langer Zeit nicht mehr erreichte – nicht in diesem Ausmaß, nicht alleine und nicht nach 5 h Schlaf. Und das, obwohl ich ziemlich aufgewühlt ins Bett kroch und dachte, dass ich nimmer einschlafen könnte – weit gefehlt. Klasse :)

Redet mir net rein…!!!

…und zwar in mein Leben. Es geht keinen was an. Ich muss es leben – und zwar so wie es mir gefällt – nicht wie es euch gefällt! Dann kommt mir nicht mit “such dir ‘nen Job in München+Region, Augsburg, Donauwörth, Nördlingen, oder irgendwo im Allgäu. Das sind Boom-Regionen und man verdient dort mehr Geld.” – Das ist schön für die Regionen. Wirklich. Ich freu’ mich für sie! Aber ich hab’ dort nichts verloren – weil es nicht die Regionen sind, in die es mich zieht.

Die Entscheidung ist gefallen. Ende der Diskussion. Ich will/werde mich in Zukunft weder dafür rechtfertigen, was ich tu’, noch wohin ich geh’, noch was ich warum mache – es geht schlichtweg keinen was an, was ich mit meinem (MEINEM!!!!!!!!!) Leben anstelle, und wenn ich morgen beschließen sollte in einer Kneipe auf dem Tisch tanzen zu wollen und dabei Jingle Bells zu singen! Es ist meine Freiheit das zu tun, was ich will. Warum ich will. Und bzgl. der Region, in die es mich zieht: diese Entscheidung steht fest – was auch immer da kommen mag!

Ich hatte so eine felsenfeste Überzeugung bisher genau dreimal im Leben:

  • das erste Mal: Ich wollte unbedingt den mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Zweig an der Realschule wählen. Jeder sagte, dass ich es nicht schaffen würde, dass viele Leute gleich im ersten Jahr der Wahlpflichtfächergruppe I durchfallen würden und überhaupt… Ich hab’s trotzdem geschafft! Ohne Ehrenrunden. *knurr*
  • das zweite Mal: 1999/2000 – es ging um das Crossmedia-Projekt und eine Website. “Was hängst du dich da überhaupt so rein? – Ist doch eh umsonst.” – 3. Platz. Bayernweit. Wäre auf einen der forderen Ränge gekommen, hätte mein Team aus mehr als einer Person bestanden – was leider an Mädchenrealschulen ein mitunter unmögliches Unterfangen ist.
  • das dritte Mal: Ausbildung. Ich hatte die Möglichkeit ca. 15 km (einfach) zu fahren und eine Ausbildung zur IT-Systemkauffrau zu machen (mit 35 h-Woche) – den Vertrag hatte ich unterschrieben. Aber eigentlich wollte ich Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung werden. Hier in der Gegend bekam ich keinen Job – damals bin ich über eine Anzeige in der c’t gestolpert – als Software-Entwickler, nicht Azubi. Angerufen, Termin ausgemacht, Vorstellungsgespräch gehabt, Probetage, Vertrag unterschrieben. Täglich ~2-2,5 h (einfach) Zug fahren, und dabei ~110 km (einfach) zurücklegen. 40 h Woche – zumindest in der Theorie (in der Praxis meistens das Doppelte. Ohne Lohnausgleich. Ohne Urlaubsausgleich.)

Und jetzt habe ich wieder diese Sicherheit, bzw. mir in den Kopf gesetzt, dass meine Zeit hier in Neuburg und Umgebung abgelaufen ist. Also lasst’ mich meinen Weg gehen! Ohne mich zu verwirren! Ihr beisst eh nur auf Granit und ruft Unmut hervor! Lasst mich!!!
np: Bob Marley – Get up, stand up

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