Heute bin ich beim Nachlesen der News der letzten ca. drei Wochen auf der ProBloggerWorld über das Projekt “Wie bist du zum Bloggen gekommen?” gestolpert, und werde es hier gleich mal aufgreifen.
Die verschiedenen Lebensabschnitte meiner (Ex-)Blogs
Wie bin ich also zum Bloggen gekommen? Ursprünglich, das muss so 2002 / 2003 herum gewesen sein, hatte ich auf irgendwelchen Freewebspace-Seiten mein erstes Blog, damals mit Lifetype, eingerichtet und bloggte – relativ unregelmäßig – über meine Arbeit, und öfters auch über mein Privatleben. Irgendwann wurden Werbebanner etc. auf dem Freewebspace-Account eingeführt, zusätzlich war der Server von einem Freund, auf dessen Kiste ich ‘nen Shellaccount hatte, down.
Ich beschloss also 2004 mir einen vServer zu mieten, setzte damals – wieder mit Lifetype – mein neues Blog auf. Damals missbrauchte ich das arme Ding auch wieder als etwas besseres Tagebuch und für Codeschnippsel etc. aus meiner Arbeitswelt.
2004, mein damaliger vServer nervte mich enorm (hatte öfters Netzwerkprobleme, Nichterreichbarkeit und wenn er dann doch mal lief, beklagte er sich öfters über zu wenig Speicher) – ein Umzug stand an.
Murphy hat mich ja häufiger ganz doll lieb, weswegen das Backup der MySQL-Datenbank des Blogs nicht klappte und die alten Einträge in den ewigen Jagdgründen des WWW verschwanden. R.I.P. Blog.
2005 – ich hatte mein System neu aufgesetzt, und Lifetype war abermals installiert, ausserdem die Menalto Gallery etc., entschloss ich mich wieder zu Lifetype zu greifen um das gewünschte Urlaubs-Blog (mein Ex-Freund und ich planten einen Urlaub auf Mallorca) und mein “normales” Blog einzurichten.
2006, es war die Zeit für eine Änderung des Blog-Systems gekommen und so entschloss ich mich dazu meine Artikel in die Tonne zu treten, um einen Neuanfang zu wagen – WordPress sollte es sein.
Mit dem Neuanfang kam auch eine Neuorientierung und eine “neue Qualität”[tm] meiner Beiträge – sie wurden zunehmend politischer. Mein Privatleben trat in den Hintergrund – auch auch aus dem Grund, dass ich schlichtweg kein Privatleben mehr hatte
So bestanden meine Artikel überwiegend aus politisch motivierten Zerrissen der Politk, Wirtschaft und des Systems, der Gesellschaft, aber auch über vereinzelte Fetzen aus dem Privatleben (oder das, was davon übrig blieb) und meinen Gedanken dazu, genauso nahm die Anzahl der Reviews aus den Bereichen “Büchern, Musik, Konzerten” zu.
2007, wieder brauchte ich einen neuen Server – leider, weil mein alter vServer-Betreiber seinen Betrieb einstellte – und die Backups befanden sich unglücklicherweise nicht auf meiner Festplatte – wieder einmal sind meine Daten futsch – und wieder einmal hat das Weblog die Chance sich zu Mausern. Die Richtung ist für mich klar: wenig Privatkram, viel politisches, oftmals von schwarzem Humor durchsetzte Artikel, einige Reviews – doch, das muss sein.
Falls sich der geneigte Leser jetzt fragt, wieso das sein “muss”, hier die Antwort: mir geht dieses System, die Politik auf den Geist und ich bin es leid den Schnabel zu halten, wobei ich mir das Zitat “Die Feder ist mächtiger als das Schwert” zu Herzen genommen habe.
Warum Bloggen?
Das Blog hat pro Monat zwar nur ein paar Tausend Leser, aber ich hoffe und wünsche mir, dass diese Leute mit den Inhalten, die ich anschneide, also z.B. den Datenschutz, umzugehen wissen, und im Idealfall sich ihre eigenen Gedanken machen, mit anderen Leuten in ihrem Bekannten-/Verwandten- und Freundeskreis unterhalten und über die Thematik aufklären.
Zusätzlich dient dieses Blog als Sandsack um meine Frustration, die sich öfters mal im Zuge der Zusammenarbeit mit Kunden und ihren Problemen ergibt, zu kompensieren. Es geht nichts über gepflegtes Meckern
Ich glaube das Schlimmste in diese Richtung war mal die Aktion, die eine gewisse Werbeagentur versuchte abzuziehen (Stichwort: Kundenverarsche) und Kunden (von Kunden), die über ihre eigene Nasenspitze nicht hinausdenken konnten (Ja, “Selbstabholer” bedeutet natürlich “Versand mit Nachnahme” – d’ouh…) – Was “Usability” ist (oder: DAU-Kompatibilität) habe ich gelernt, danke – bitte keine weiteren Erfahrungen am lebenden Entwickler (und ob “tote Entwickler” mit “gute Entwickler” gleichzusetzen sind, wage ich zu bezweifeln. Falls tote Entwickler (übermüdete sind hier von der Teilnahme ausgeschlossen) unter uns Internetnutzern weilen, bitte im Comments-Bereich Erfahrungen eintragen).
Ja, ich denke, das war soweit die “ganze und einzigartige Story über die Geschichte des Bloggens auf karnaya.de”[tm]